US-Präsident Donald Trump und der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu haben laut einem Medienbericht in einem Telefonat über mögliche neue Angriffe auf den Iran beraten. Bei dem Gespräch am Samstag hätten die beiden über den Stand der Vermittlungsbemühungen diskutiert, berichtete das Nachrichtenportal „Axios“ am Sonntag unter Berufung auf Regierungsbeamte beider Staaten. Netanjahu habe dazu gedrängt, den Iran unmittelbar nach den US-Kongresswahlen am Dienstag erneut anzugreifen, während Trump eine Fortsetzung der diplomatischen Bemühungen vorziehe.
Der israelische Beamte bezeichnete das Gespräch demnach als „hart“, der US-Vertreter als „direkt“. Am Samstag hatte Trump vor Reportern gesagt, die diplomatischen Bemühungen um eine Verhandlungslösung zur Beendigung des Iran-Kriegs liefen „gut“. Gleichzeitig gebe es aber noch ein bis zwei mögliche Angriffsziele, um die sich die USA „kümmern“ müssten, darunter einen mutmaßlichen Atomkomplex südlich von Teheran.
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hatte gleichzeitig den Eingang eines Schreibens von US-Vizepräsident J.D. Vance bestätigt, in dem es laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ um einen „möglichen Verhandlungsrahmen“ ging.
Zuvor hatte Trump Teheran erneut gedroht und mögliche neue Angriffe auf Ziele im Iran ins Spiel gebracht. „Wir haben ihr Atomprogramm ausgeschaltet. Wir müssen uns noch um, ich würde sagen, ein oder zwei Anlagen kümmern, aber das können wir in zehn Minuten erledigen“, sagte Trump vor Journalisten auf seinem Anwesen Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida.
Konkret nannte Trump den iranischen Berg Kolang, auch als „Pickaxe Mountain“ bekannt, unter dem ein iranischer Atomkomplex vermutet wird. „Man könnte sich wahrscheinlich den Pickaxe Mountain ansehen, und darum muss man sich kümmern“, sagte Trump.
Die USA und Israel hatten den Iran-Krieg Ende Februar mit Angriffen auf Ziele im Iran begonnen. Teheran reagierte mit Angriffen auf US-Ziele in der Region und auf mehrere Golfstaaten.
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