Angesichts des Reformationstages an diesem Samstag fordert die Linke, dass Feiertage, die auf ein Wochenende fallen, künftig unter der Woche nachgeholt werden. „Die Menschen in diesem Land werden um ihre verdiente Freizeit gebracht“, sagte die Fraktionsvorsitzende Eva von Angern.
Neben dem Reformationstag fiele in diesem Jahr auch der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober auf ein Wochenende. Auch der zweite Weihnachtsfeiertag am 26. Dezember ist an einem Samstag. Länder wie Australien, Belgien oder Spanien hätten solche Regelungen bereits, sagte von Angern.
Auch der damalige Linken-Vorsitzende Jan van Aken forderte im vergangenen Jahr Ersatzfeiertage unter der Woche. „Die Menschen in diesem Land werden um ihre verdiente Freizeit betrogen. Und das darf so nicht stehen bleiben“, sagte van Aken damals.
Für Beschäftigte bedeute das mehr Arbeit und weniger Pause, beklagte van Aken. „Fällt ein gesetzlicher Feiertag auf ein Wochenende, dann muss ein Ersatztermin her – unter der Woche, für alle“, sagte er.
Aus der Union kam scharfe Kritik an dem Vorschlag. „Jetzt über das Nachholen von Feiertagen zu sinnieren, ist abstrus. Die Zeche würden der Mittelstand und der Standort Deutschland zahlen“, sagte die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), Gitta Connemann.
Ein Feiertag stehe für einen Produktionsausfall von 8,6 Milliarden Euro. „Wird weniger produziert, sinkt das ohnehin zu niedrige Wirtschaftswachstum. Deutschland kann sich keine Feiertags-Mentalität leisten“, sagte Connemann. Um den Wohlstand zu erhalten, müsse in Deutschland mehr gearbeitet werden.
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