Nach einem Brand auf dem US-Nukleargelände Savannah River Site (SRS) im Bundesstaat South Carolina ist ein Notfall ausgerufen worden.
Das Feuer sei inzwischen gelöscht worden, gab die SRS auf Facebook bekannt. Demnach sei eine Kontamination außerhalb des betroffenen Gebäudes nicht festgestellt worden.
Nach Angaben von „T-Online“ kam es bei dem Vorfall zu einer „ungefilterten radiologischen Freisetzung in Bodennähe“. Die US-Luftfahrtbehörde FAA schränkte dem Bericht zufolge den Luftraum wegen eines „nuklearen Notfalls“ ein. Vorsorglich wurde das Gelände für einfahrenden Verkehr gesperrt. Auch der Schienen-, Schiffs- und Luftverkehr in der Umgebung wurde eingeschränkt.
Die SRS umfasst rund 800 Quadratkilometer und liegt am Savannah River nahe der Stadt Aiken. Das Gelände wurde in den 1950er-Jahren während des Kalten Krieges von der US-Regierung gegründet, um Plutonium-239 und Tritium für Kernwaffen zu produzieren. Nach dem Ende des Kalten Krieges verlagerte sich der Schwerpunkt laut „T-Online“ auf die Entsorgung und Behandlung nuklearer Abfälle.
Auf dem Gelände befindet sich allerdings weiterhin nukleares Material. Nach Angaben von Bloomberg lagern dort noch immer mehrere Tonnen waffenfähiges Plutonium. Das US-Energieministerium hatte dem Bericht zufolge Anfang dieses Jahres angekündigt, die Uran-Rückgewinnung auf dem Gelände wieder aufzunehmen.
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