Eklat bei den Vereinten Nationen. Delegierte aus den USA und Kuba gerieten verbal aneinander. JP Freire, Sprecher von US-Botschafter Mike Waltz, versuchte, den Streit mit seinem iPhone aufzuzeichnen. Angeblich soll Richard Tur de la Concepcion, der erste Sekretär der Delegation von Kubas Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla daraufhin versucht haben, Freire das Handy zu entreißen. Nun wurde er von US-Außenminister Marco Rubio des Landes verwiesen.
Wie Waltz dem TV-Sender Fox News sagte, habe Rubio seine Ausweisung angeordnet. „Er ist weg. Er wird innerhalb der nächsten 24 Stunden im Flugzeug nach Havanna sitzen“, sagte Waltz.
Die Beziehungen zwischen den USA und Kuba verschlechtern sich zunehmend. Die Trump-Regierung erhöht den Druck auf den kommunistisch regierten Inselstaat. Der US-Präsident sagte während einer Wahlkampfveranstaltung in Florida kürzlich, dass die Diktatur auf Kuba am auslaufen sei. Seine Anhänger jubelten ihm zu, als Trump das Bild malte, dass US-Marineschiffe einfach an Kubas Küste anlegen müssten, und die Sache sei erledigt. „Wir werden einen kurzen Zwischenstopp einlegen“, sagte Trump. „Eines dieser schönen Schiffe wird etwa 50 Meter vor der Küste anhalten – und dann schicken wir Marco Rubio, um Kubas Kapitulation abzuschließen.“
Kubas Außenminister Bruno Rodriguez ParrillaAngeblich soll das Pentagon hinter den Kulissen bereits mit den Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz gegen Kuba begonnen haben. Beide Länder provozieren sich seit Wochen gegenseitig.
Bei den Vereinten Nationen soll nun US-Botschafter Waltz ein Foto des verstorbenen kubanischen Machthabers Fidel Castro herumgezeigt haben. Er verwies darauf, dass Castro auf dem Bild zwei Rolex-Uhren im geschätzten Wert von rund 40.000 Dollar trug und sagte, laut den Statistiken des kubanischen Regimes würde das 55 Jahre eines durchschnittlichen kubanischen Lohns ausmachen. „Das fing mit Castro an“, sagte Waltz, und würde vom jetzigen kubanischen Präsidenten fortgesetzt werden, auch er trage eine Rolex.
Kubas Außenminister Rodriguez Parrilla bezeichnete Waltz als Lügner. Doch der legte nach, er werde sich nicht von Parilla einschüchtern lassen. „Nicht hier in Amerika“, sagte Waltz. Nicht so wie er versucht, sonst „seine politischen Gefangenen einzuschüchtern“.
Angeblich hätte Parillas Sekretär Tur de la Concepcion das zum Anlass genommen, US-Diplomaten anzugreifen, sie sogar zu schubsen. Waltz drohte dem Kubaner daraufhin: „Wenn jemand hier in den Vereinigten Staaten Hand an einen Amerikaner legt, werden Präsident Trump, Außenminister Rubio und ich das nicht dulden.“ Kurz danach soll Rubio die Ausweisung von Tur de la Concepcion unterzeichnet haben, berichtet die „Daily Mail“.
Der kubanische Botschaftsdiplomat David Ramirez Alvarez postete auf X, Waltz sei „eine Schande“. Alvarez schrieb: „Kuba wird nicht tatenlos zusehen, wie diese Person die Prinzipien der Vereinten Nationen mit Füßen tritt.“
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