Gut 700 Menschen haben nahe des Münchner Flughafens in Oberding (Landkreis Erding) gegen Abschiebungen etwa von Asylbewerbern demonstriert. Am Flughafen München soll ein eigenes Abschiebeterminal gebaut werden, um den Abschiebeprozess zu beschleunigen und zu erleichtern. Der Protest am Münchner Flughafen war Teil einer bundesweiten Kette.

Aufgerufen zu den Protesten nahe München hatte die Kampagne „Abschiebeterminal MUC verhindern!“. Die Kampagne kritisiert, dass die Flughafen München GmbH mit dem Ausbau Infrastruktur für die Ausweitung von Abschiebungen bereitstelle und wirtschaftlich davon profitiere. „Mit dem Abschiebeterminal stellt die FMG die logistische Infrastruktur für Massenabschiebungen bereit“, sagte eine Sprecherin der Kampagne.

Rund 700 Menschen protestierten in München

„Was gestern noch als extrem galt, wird heute als sinnvolles Infrastrukturprojekt´ verkauft.“ Das sei ein deutliches Warnsignal der Normalisierung rechter Forderungen. „Wer die Zahl von ausreisepflichtigen Menschen verringern will, muss ernst gemeinte Bleiberechtsregelungen schaffen“, so die Sprecherin.

Der Aktionstag unter dem Motto „Bundesweit gegen Abschiebewahn“ richtet sich gegen Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber, Abschiebehaft und den Ausbau von Infrastrukturen für diesen Zweck. Neben München waren Proteste an den Flughäfen Frankfurt, Köln, Leipzig, Düsseldorf, Hannover und Berlin geplant.

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