Die AfD büßt in der Sonntagsfrage von YouGov erstmals seit Juli an Vorsprung auf die Union ein. In der aktuellen Erhebung verliert die Partei einen Prozentpunkt und kommt auf 28 Prozent. CDU/CSU bleiben bei 18 Prozent, der Abstand zwischen beiden Parteien sinkt damit von elf auf zehn Prozentpunkte.
Der geringere Abstand geht allein auf die Verluste der AfD zurück. Die Union stagniert auf dem Wert des Vormonats, dem niedrigsten, den YouGov seit Beginn seiner regelmäßigen Erhebung im Jahr 2017 für CDU/CSU gemessen hat. Seit März haben die Unionsparteien in der Umfrage in keinem Monat mehr zugelegt. Damals lagen sie mit 26 Prozent noch gleichauf mit der AfD.
Die Grünen halten sich mit 16 Prozent auf ihrem höchsten Wert seit Mai 2023 und liegen nur zwei Prozentpunkte hinter der Union. So knapp lagen beide Parteien bei YouGov zuletzt im April 2021 beieinander, damals hatten die Grünen die Union sogar überholt.
An der Reihenfolge der Parteien ändert sich nichts. Die SPD legt einen Prozentpunkt zu und kommt auf 14 Prozent, die Linke bleibt bei 10 Prozent. Die FDP liegt mit 5 Prozent den fünften Monat in Folge exakt auf der Fünfprozenthürde. Das BSW, das seit Anfang Oktober Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft heißt, verliert einen Punkt und fällt mit 3 Prozent zurück auf seinen bisherigen Tiefstwert bei YouGov.
Die Umfragewerte von YouGov im Überblick:
- AfD: 28 Prozent (-1)
- CDU/CSU: 18 Prozent (+/-0)
- Grüne: 16 Prozent (+/-0)
- SPD: 14 Prozent (+1)
- Linke: 10 Prozent (+/-0)
- FDP: 5 Prozent (+/-0)
- BSW: 3 Prozent (-1)
- Sonstige: 6 Prozent (+1)
Mit zehn Punkten Abstand liegt YouGov im oberen Bereich der aktuellen Umfragen. Bei Insa und GMS führt die AfD jeweils mit elf Punkten vor der Union, bei Forsa, Infratest dimap und der Forschungsgruppe Wahlen mit sieben, bei Allensbach mit fünf. Auf 18 Prozent kommt die Union auch bei Insa, bei Allensbach erreicht sie 23 Prozent.
Für die Umfrage hatte YouGov 2202 Wahlberechtigte zwischen dem 16. und 19. Oktober online befragt, 1773 von ihnen gaben eine Wahlabsicht an. Das Institut erhebt die Sonntagsfrage monatlich.
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