Auf einem Militärstützpunkt in Kanada ist es nach Behördenangaben zu einem „ernsthaften Zwischenfall“ mit Toten und Verletzten gekommen. Nach Angaben von Premierminister Mark Carney seien vier Menschen gestorben. 19 wurden lebensgefährlich verletzt. Insgesamt wurden 39 Personen mit teils schweren Verbrennungen in Krankenhäuser gebracht, wie die Premierministerin von Alberta, Danielle Smith, am Sonntagnachmittag (Ortszeit) in einer Pressekonferenz bekanntgab.
Ein Feuer im Grasland auf dem Stützpunkt habe sich von ungewöhnlich starken Winden angetrieben in kürzester Zeit ausgebreitet und ein Übungsgelände erfasst, wo Soldaten trainierten, sagte Kommandeur Wade Rutland vor der Presse. Die Ursache für den Brand werde noch untersucht. Derzeit werde nicht davon ausgegangen, dass Öl- oder Gasinfrastruktur auf dem Gelände eine Rolle spielte.
Die Nachrichtenplattform „Global News“ hatte zuvor berichtet, dass bei der Übung mit scharfer Munition eine Gasleitung oder ein Gasbrunnen getroffen worden sei. Dies habe zu einer Explosion geführt, hieß es zunächst unter Berufung auf Quellen innerhalb der kanadischen Streitkräfte. Die Regierung arbeite eng mit der Provinz Alberta und den örtlichen Behörden zusammen, schrieb Premierminister Mark Carney auf der Plattform X. „Unsere Gedanken sind bei all den tapferen Frauen und Männern, die betroffen sind.“
Verteidigungsminister David McGuinty sagte, es handle sich um einen „sehr tragischen Vorfall“ auf dem Stützpunkt Wainwright. Die Regierung mobilisiere für den Einsatz alle nötigen Ressourcen.
Ein Arzt in einem Krankenhaus von Edmonton, Warren Thirsk, sagte dem staatlichen Sender CBC, die medizinischen Einrichtungen in der Kleinstadt Wainwright seien „völlig überfordert“ von der Anzahl der Patienten, die zu versorgen seien. „Es sind mehr Patienten, als irgendjemand von uns jetzt gerade zählen möchte“, sagte Thirsk. Es sei eine Katastrophe, wie sie nur alle 15 bis 25 Jahre vorkomme.
Das Feuer unterbrach auch die vorzeitige Stimmabgabe für eine Abstimmung am Montag, bei der über ein mögliches Referendum über die Unabhängigkeit der ölreichen Provinz Alberta von Kanada entschieden werden sollte. Das Wahllokal in Wainwright wurde nach Angaben der zuständigen Behörde geschlossen.
Auf der Plattform X kündigte Carney an, im ganzen Land die kanadische Flagge auf Bundesgebäuden auf Halbmast zu hissen. „Alle Kanadier stehen hinter den Bediensteten bei CFB Wainwright, ihren Familien und ihrer Gemeinschaft.“
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke