Die Amtszeit von Katie Zacharia im Weißen Haus endet nach nur fünf Tagen. Wegen falscher Angaben zu ihrem beruflichen Hintergrund war die Juristin zuletzt unter Druck geraten. US-Präsident Donald Trump hatte ihr bereits nahegelegt, ihre Position zu überdenken. Nun steht ihr Abschied offenbar fest.
Sie werde den Posten räumen, bestätigte ein ranghoher Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur, ohne nähere zeitliche Angaben dafür zu nennen. Zuvor hatte die „New York Times“ über ihre Entlassung berichtet.
Trump riet ihr, den Posten zu überdenken
Noch am Freitag hatte Trump vor Journalisten in Washington erklärt, er habe Zacharia nahegelegt, ihre Entscheidung für den Posten zu überdenken. Möglicherweise sei die Aufgabe nicht die richtige für sie, sagte der US-Präsident.
„Ganz ehrlich, wenn ich du wäre, würde ich es mir noch einmal überlegen. Denk darüber nach, aber ich würde es mir noch einmal überlegen“, schilderte Trump seine Worte an die Pressesprecherin.
Zugleich nahm er Zacharia gegen die Kritik in Schutz. Sie sei von den Medien in den vergangenen Tagen sehr schlecht behandelt worden, beklagte der Präsident. „Sie hat in den vergangenen Tagen gelitten“, sagte Trump. Er habe sie deshalb gefragt, ob sie sich das wirklich antun wolle.
„Vielleicht ist das nichts für sie“, räumte er ein. Ihre Entscheidung werde er unterstützen. Er wolle lediglich, dass sie glücklich sei.
Falsche Angaben zum beruflichen Hintergrund
Zacharia war wegen ihrer Angaben zu ihrer beruflichen Qualifikation in die Kritik geraten. Die Juristin hatte sich jahrelang als „Anwältin“ bezeichnet, obwohl sie die US-amerikanische Anwaltsprüfung nicht bestanden hatte. In einem Interview mit dem konservativen Sender Fox News räumte sie dies inzwischen selbst ein.
Der Fall warf Fragen zu ihrem beruflichen Hintergrund auf – und überschattete ihren Start als Sprecherin des Weißen Hauses. Trump hatte Zacharia erst am Freitag der Vorwoche zur Nachfolgerin von Karoline Leavitt ernannt. Leavitt hatte ihren Rückzug mit familiären Gründen erklärt.
Auch Zacharias erster Auftritt vor Journalisten verlief offenbar nicht wie erhofft. Reportern blieben vor allem Versprecher und das ungewöhnlich schnelle Ende der Pressekonferenz nach nur wenigen Fragen in Erinnerung. Kurz darauf geriet die neue Sprecherin wegen ihrer beruflichen Qualifikationen unter zusätzlichen Druck.
Trump wurde gefragt, ob er gern bereits vor ihrer Ernennung von der nicht bestandenen Anwaltsprüfung gewusst hätte. Eine direkte Antwort auf diese Frage gab er nicht. Stattdessen kritisierte er wiederholt den Umgang der Medien mit Zacharia. Auch Fox News sei hart mit ihr umgegangen.
Der Präsident räumte ein, dass seine Sprecherin einen schwierigen Start gehabt habe. Ihre Vorgängerin Leavitt habe ihre Arbeit sehr gut gemacht. Zacharia könne seiner Einschätzung nach jedoch ebenfalls noch erfolgreich sein.
Nach nur fünf Tagen im Amt ist ihre Zeit als Pressesprecherin nun bereits wieder vorbei.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke