Ein Jahr vor der nächsten Landtagswahl verliert die SPD in Niedersachsen ein prominentes Gesicht: Die Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf hat ihr Mandat niedergelegt.

Die SPD-Politikerin verabschiede sich nach mehr als 13 Jahren aus dem Landtag, teilte die SPD-Fraktion in einem Instagram-Post mit und bedankte sich für ihren Einsatz. Damit verliert die SPD ein bundesweit bekanntes Gesicht, auch wenn ihr Einfluss in der Partei als gering gilt. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Für den Rückzug soll es „persönliche und gesundheitliche Gründe“ geben, berichtete unter anderem die „Bild“-Zeitung. 2020 hatte die Politikerin publik gemacht, dass sie sich einer Herz-OP unterziehen musste.

Schröder-Köpf zog erstmals 2013 für die SPD in den niedersächsischen Landtag ein. Sie war jahrelang Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe und leitete bis zuletzt den Ausschuss für Inneres und Sport. Die 63-Jährige war Schirmherrin der Stiftung Kinder-, Jugend- und Elterntelefone sowie der Drogentherapiestation des Kinderkrankenhauses auf der Bult in Hannover. Außerdem setzte sie sich für Leseförderprojekte für Kinder ein.

Schröder-Köpf lebt mit ihrer Familie im Wahlkreis Hannover-Döhren. Sie war mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (von 1997 bis 2016) verheiratet und später (von 2016 bis 2022) mit dem heutigen Verteidigungsminister Boris Pistorius (beide SPD) liiert. Mit Gerhard Schröder hatte sie 2004 ein Mädchen aus Russland adoptiert, 2006 dann noch einen Jungen. Aus einer vorherigen Beziehung mit dem Journalisten Sven Kuntze (früher ARD) hat Schröder-Köpf bereits eine 1991 geborene Tochter.

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