Wenige Tage nach ihrem Rücktritt als Bundesarbeitsministerin und SPD-Co-Chefin hat sich Bärbel Bas bei Instagram zu Wort gemeldet. Anlass war ein Beitrag des Entertainers und Reality-TV-Teilnehmers Julian F. M. Stoeckel, der sich mit persönlichen Worten von der Politikerin verabschiedet hatte.
Am Mittwoch veröffentlichte Stoeckel bei Instagram ein gemeinsames Foto mit Bas und würdigte die Politikerin. „Vielen Dank, liebe @baerbelbas, für Ihre Arbeit. Wir haben uns des Öfteren auf gesellschaftlicher Ebene kennenlernen dürfen, und was soll ich sagen: Sie sind ein Mensch – unprätentiös, charmant und nahbar“, schrieb er.
Weiter hieß es in dem Beitrag: „Es ist sehr schade, dass Sie jetzt gehen. Eigentlich brauchen wir im Moment genau solche politischen Figuren wie Sie. In einer Welt voller Hass, Negativität und anderen Bösartigkeiten waren Sie auch jemand, die für Kontinuität und Vertrauen stand.“
Knapp eine Stunde später reagierte Bas selbst auf den Beitrag. Sie schrieb in den Kommentaren: „Herzlichen Dank. Es hat mich immer sehr gefreut, wenn wir uns getroffen haben. War immer ein schöner kurzer Plausch.“
Stoeckel äußerte zugleich Bedauern über die politischen Umstände des Rückzugs. „Tut mir leid, dass der politische Betrieb Sie so zerrieben hat! Ich wünsche Ihnen alles Gute und alles Schöne für die Zukunft“, schrieb er am Ende seines Posts.
Bas spricht von öffentlichen Angriffen
Bas hatte vergangene Woche ihren Rücktritt von beiden Spitzenämtern erklärt. Nach dem Tod ihrer Stieftochter brauche sie Zeit, um ihre Trauer zu verarbeiten. Ihr fehle derzeit die Kraft, beiden Ämtern gerecht zu werden. Als weiteren Grund für ihren Rückzug nannte sie öffentliche Angriffe auf sie, darunter Kritik aus den Reihen des Koalitionspartners Union.
Vizekanzler Lars Klingbeil hatte von „unanständigen“ Angriffen gesprochen. Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hat Vorwürfe aus der SPD zurückgewiesen. Er habe in den vergangenen drei Wochen von seiner eigenen Partei „jede persönliche, auch christliche Rücksichtnahme auf sie eingefordert“, sagte er bereits am Montag. Er könne nicht feststellen, dass die Union dagegen verstoßen habe.
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