Der Mann, der wie die vier anderen festgenommen wurde, soll mit seinem Notruf eine mutmaßlich geplante Terrortat vereitelt haben. Laut bisherigen Angaben waren die Festnahmen erfolgt, nachdem eine Anwohnerin den Notruf gewählt hatte, weil sie am frühen Sonntagmorgen drei Lieferwagen und eine Gruppe maskierter Männer in der Nähe des Stützpunkts gesehen hatte. Die britische Tageszeitung „The Times“ berichtete jedoch, die Polizei sei zu diesem Zeitpunkt bereits vor Ort gewesen, weil ein Mann fast eine Stunde zuvor angerufen hatte. Wie sich herausstellte, war es einer der fünf Festgenommenen.
Wie die Zeitung weiter berichtete, soll sich die polizeiliche Untersuchung darauf konzentrieren herauszufinden, ob die fünf Männer im Auftrag des Iran gehandelt haben oder andere Motive hinter der vereitelten Tat standen. Unklar war demnach zunächst auch das Motiv des Verdächtigen für den Anruf bei der Polizei.
Die britischen Behörden hielten sich bislang mit Äußerungen zu den möglichen Hintergründen stark zurück und warnten vor voreiligen Schlüssen. Der Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford diente den USA im laufenden Konflikt als Ausgangspunkt für Angriffe auf den Iran.
„Wir können bestätigen, dass keine improvisierten Sprengsätze gefunden wurden. Wir haben eine Menge eines Brandbeschleunigers, nämlich Benzin, gefunden und diesen im Rahmen unserer Ermittlungen sichergestellt“, sagte der Leiter der Anti-Terror-Einheit, Assistant Commissioner Laurence Taylor.
Die Festgenommenen sind laut Angaben der Polizei alle britische Staatsbürger, sie sind zwischen 23 und 25 Jahre alt und haben einen festen Wohnsitz in London. Sie wurden inzwischen unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt.
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