Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) ist für weitere acht Jahre im Amt bestätigt worden. Der 45-Jährige erhielt bei der Stichwahl 61,5 Prozent der Stimmen, wie aus dem vorläufigen Ergebnis der Landeshauptstadt hervorgeht. Sein Herausforderer Axel von der Ohe (SPD) kam demnach auf 38,5 Prozent.
Onay führt die Verwaltung der niedersächsischen Landeshauptstadt seit 2019. Damals wurde er zum ersten Grünen an der Spitze Hannovers gewählt. Der frühere Landtagsabgeordnete hatte im ersten Wahlgang vor zwei Wochen 45,6 Prozent erreicht und die notwendige absolute Mehrheit damit verfehlt.
Der verheiratete Vater zweier Kinder wurde in Goslar als Sohn türkischer Einwanderer geboren und studierte Rechtswissenschaften in Hannover. Ab 2013 saß Onay bis zu seiner Wahl zum Oberbürgermeister im niedersächsischen Landtag. 2019 setzte er sich in der Stichwahl gegen den parteilosen, von der CDU unterstützten Kandidaten Eckhard Scholz durch.
Herausforderer von der Ohe hatte im ersten Wahlgang nicht einmal halb so viele Stimmen wie Amtsinhaber Onay erhalten – und war mit 21,5 Prozent dennoch auf dem zweiten Platz gelandet. Der 49-jährige SPD-Politiker ist bislang Erster Stadtrat und allgemeiner Vertreter des Oberbürgermeisters. In der Stichwahl forderte er damit seinen bisherigen Chef an der Verwaltungsspitze heraus – erfolglos.
Auch in Lüneburg bleibt alles beim Alten. Die Grünen-Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch setzte sich in der Stichwahl knapp mit 52,9 Prozent gegen Heiko Meyer von der Wählergruppe Die Unabhängigen durch, der 47,1 Prozent der Stimmen erhielt, wie aus dem vorläufigen Ergebnis auf der Wahlseite der Stadt hervorgeht.
Anders als bei ihrer ersten Wahl 2021 trat Kalisch diesmal als Einzelbewerberin an. Sie wollte damit nach eigenen Angaben verdeutlichen, dass sie ihr Amt stets überparteilich und unideologisch geführt habe. Sie bleibe aber „weiterhin mit Herz und Seele Mitglied der Grünen“, sagte sie. Bereits in Runde eins hatte Kalisch mit 36,1 Prozent vor Meyer (28,2) gelegen.
Die Oberbürgermeister-Stichwahl in Oldenburg hat der parteilose Jascha Rohr gewonnen. Der von Grünen und CDU unterstützte Kandidat setzte sich nach dem von der Stadt veröffentlichten vorläufigen Ergebnis nach vollständiger Auszählung mit 51,55 Prozent der Stimmen durch. Sein Konkurrent, der SPD-Landtagsabgeordnete Ulf Prange, erreichte 48,45 Prozent.
Damit wird Rohr Nachfolger von Jürgen Krogmann (SPD), der seit 2014 als Oberbürgermeister im Amt ist. Im ersten Wahlgang hatte Prange mit 33,2 Prozent noch vor Rohr mit 30,5 Prozent gelegen.
Neue Rathaus-Spitze in Worms gewählt
Stephanie Lohr (CDU) wird die neue Oberbürgermeisterin in Worms. Bei der Stichwahl entschieden sich 53,0 Prozent der Wähler für die bisherige Bürgermeisterin. Timo Horst (SPD) kam auf 47,0 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 38,5 Prozent. Die Stichwahl war nötig geworden, weil keiner der ursprünglich vier Kandidaten in der rheinhessischen Stadt in der ersten Runde mehr als die Hälfte der Stimmen erhalten hatte. Auf Lohr waren 44,1 Prozent der Stimmen entfallen, auf Stadtentwicklungsdezernent Horst 40,5 Prozent.
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