Die Trump-Regierung plant eine umfassende Lockerung der bundesweiten Kraftstoffverbrauchsvorschriften für neue Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, berichtet die „California Post“. US-Autohersteller bekämen so mehr Freiheit beim Bau von benzinbetriebenen Fahrzeugen.
Donald Trump verkündete die Entscheidung in seinem Netzwerk „Truth Social“, er schrieb dort, er habe „soeben neue Kraftstoffverbrauchsstandards genehmigt“. Verkehrsminister Sean Duffy sagte, die Regierung werde die Änderung am Montag offiziell bekanntgeben.
Von Trump ist die Rücknahme der Kraftstoffverbrauchsvorschriften ein umweltschädlicher Schachzug im Wahlkampf. Er möchte, dass noch vor den Midterms die Preise neuer amerikanischer Autos um Tausende von Dollar, also spürbar, sinken. Unter der Biden-Regierung galt für Autohersteller ein Kraftstoffverbrauch von 50,4 Meilen pro Gallone (3,7 Liter). Ein im Dezember vorgelegter Vorschlag hätte die Vorgabe für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge des Modelljahres 2031 auf durchschnittlich 34,5 Meilen pro Gallone gesenkt.
Kalifornien zahlt den höchsten Preis
Gerade in Kalifornien ist die Entscheidung von großer Bedeutung, da der Staat seit Jahren strengere Abgasnormen für Automobile verfolgt und ähnlich wie viele europäische Staaten Elektrofahrzeuge fördert. Der Kongress hat Kalifornien im vergangenen Jahr bereits daran gehindert, eigene, strengere Grenzwerte für Autoabgase festzulegen, und damit die Möglichkeiten des Bundesstaates, die Richtung für die Automobilindustrie selbst zu bestimmen, weiter eingeschränkt. Im Februar hob die US-Umweltschutzbehörde (EPA) alle bundesweiten Grenzwerte für klimaschädliche Autoabgase auf. Der Kongress strich außerdem Steuervergünstigungen von bis zu 7500 Dollar für Käufer neuer Elektrofahrzeuge.
Trumps Regierung kam zuletzt aufgrund hoher Benzinpreise in Kritik. Der nationale Durchschnittspreis für eine Gallone Normalbenzin erreichte am Samstag 4,48 Dollar, vor einem Jahr waren es noch 3,14 Dollar pro Gallone. Autofahrer in Kalifornien zahlen einen „kalifornischen Aufpreis“, der höhere staatliche Verbrauchssteuern, eine höhere Umsatzsteuer und lokale Gebühren für staatsspezifische Klimaprogramme umfasst. So stieg der Benzinpreis dort zuletzt auf 6,33 Dollar pro Gallone, vor einem Jahr lag er noch bei 4,64 Dollar.
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