Wenige Tage vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus läuft weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und Linkspartei. Und es wird noch enger: Die CDU kommt in einer neuen Insa-Erhebung im Auftrag der „Bild“ mit ihrem neuen Spitzenkandidaten Stefan Evers auf 20 Prozent – ebenso wie die Linke von Spitzenkandidatin Elif Eralp.
Dahinter liegen die AfD mit 18 Prozent, die Grünen mit 16 Prozent und die SPD mit zwölf Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kommt in der Insa-Erhebung auf fünf Prozent und wäre damit im Abgeordnetenhaus vertreten.
Den größten Verlust müssen die Sozialdemokraten verzeichnen, die im Vergleich zur vorangegangenen Umfrage vor zehn Tagen drei Punkte abgeben müssen. Die Insa-Befragung wurde teilweise nach Bekanntwerden der Ermittlungen gegen den SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach durchgeführt.
Krach wird nach eigenen Angaben von der Staatsanwaltschaft Hannover vorgeworfen, zweimal eine Parteispende gefordert zu haben. Zudem soll er in seiner Zeit als Präsident der Region Hannover in einem Verfahren zum Verkauf einer Immobilie unzulässig Geschäftsgeheimnisse weitergegeben haben. Es gilt die Unschuldsvermutung, der SPD-Politiker weist die Vorwürfe zurück.
Die Umfragewerte im Überblick:
- CDU: 20 Prozent (unverändert)
- Linke: 20 Prozent (+ 1 Punkt)
- AfD: 18 Prozent (unverändert)
- Grüne: 16 Prozent (+ 1)
- SPD: 12 Prozent (- 1)
- BSW: 5 Prozent (+ 2)
- FDP: 3 Prozent (unverändert)
- Sonstige: 7 Prozent (- 1)
Für CDU und Linkspartei ergeben sich laut der Umfrage dieselben Koalitionsoptionen: CDU, SPD und Grüne kämen gemeinsam auf 48 Prozent. Linke, SPD und Grüne erreichen demnach ebenfalls 48 Prozent. Fast jeder Zweite (46 Prozent) wolle die SPD in der Regierung sehen und nur 39 Prozent die Linke, berichtet die „Bild“.
Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.
Die Fehlertoleranz der Insa-Umfrage liegt den Angaben nach bei plus/minus 3,1 Prozentpunkten. Für die Erhebung wurden zwischen dem 7. und 14. September 1000 Menschen befragt.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke