Eine klare Mehrheit der Deutschen lehnt eine politische Zusammenarbeit von Union und AfD ab. In dem am Dienstag veröffentlichten „Trendbarometer“ von RTL und ntv sprachen sich 60 Prozent der Befragten dafür aus, die sogenannte „Brandmauer“ beizubehalten. 35 Prozent würden hingegen eine Kooperation von Union und AfD befürworten.
Letzteres sind nur wenige Prozentpunkte mehr als die Wähleranteile von AfD und BSW, die beide die „Brandmauer“ ablehnen. Auch von den Anhängern der Union wollen 81 Prozent an der Abgrenzung festhalten, bei der SPD sind es 82 Prozent, bei der Linken 83 Prozent und bei den Grünen sogar 91 Prozent.
Kritisch sieht laut der Umfrage des Instituts Forsa eine klare Mehrheit der Deutschen die Sozialreformen der Bundesregierung. Nur 14 Prozent äußerten, sie hielten diese für sozial ausgewogen und würden die Interessen von Menschen mit niedrigen oder mittleren Einkommen ausreichend berücksichtigen. 82 Prozent äußerten die gegenteilige Ansicht, unter der Anhängerschaft der SPD halten sogar 88 Prozent die Regierungspolitik im Bund für nicht sozial ausgewogen.
Die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bleibt mit nur 13 Prozent auf sehr niedrigem Niveau. 54 Prozent bewerteten Merz schlechter als seinen Amtsvorgänger Olaf Scholz (SPD), besser nur 17 Prozent. Im Vergleich mit Vorvorgängerin Angela Merkel (CDU) schneidet Merz noch schlechter ab. Nur sieben Prozent halten Merz für besser. 71 Prozent halten ihn dagegen für schlechter als Merkel, von der Anhängerschaft der Union immerhin 57 Prozent.
Unverändert bleiben im Vergleich zur Vorwoche erneut die bundesweiten Werte der Parteien. Es führt weiterhin die AfD mit 28 Prozent vor der CDU/CSU mit 21 Prozent und den Grünen mit 16 Prozent. Für SPD und Linke werden jeweils zwölf Prozent vorhergesagt. Weitere Parteien bleiben unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde.
Forsa befragte für das „Trendbarometer“ vom 25. bis 31. August 2504 Wahlberechtigte. Die statistische Fehlerquote wurde mit plus/minus 2,5 Prozent angegeben.
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