US-Präsident Donald Trump fordert nach dem Tod von Demonstranten im Iran eine Anklage gegen die Verantwortlichen. „Sie müssen wegen Kriegsverbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt werden!“, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social über den Iran.
Der US-Präsident nannte kein konkretes Gericht, das er im Sinn hat. Die USA erkennen den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, der Kriegsverbrechen verfolgt, nicht an und Trump ging sogar mit Sanktionen gegen das Gericht vor.
Trump schrieb zudem: „Iran ist offiziell eine gescheiterte Nation.“ Das Land sei „TOT!“ Es habe keine Marine, keine Luftwaffe, keine Währung, es bezahle Soldaten oder Polizisten nicht, es gebe eine hohe Inflation und die Führung befinde sich in „völliger Unordnung“ und sei nicht in der Lage, das Land angemessen zu vertreten. Sie seien bereit, ihre Demonstranten zu töten.
Ohne seine Quellenlage vorzulegen, brachte Trump in dem Post die Zahl von 100.000 Toten ins Spiel. Es wurde auch nicht klar, auf welchen Zeitraum er sich dabei bezieht.
Ende Dezember 2025 begannen im Iran landesweite Proteste, die ursprünglich durch eine massive Wirtschaftskrise und einen plötzlichen Absturz der Landeswährung Rial ausgelöst worden waren. Die Proteste eskalierten am 8. und 9. Januar 2026, als die Unruhen auch Metropolen erreichten. Der Sicherheitsapparat reagierte mit brutaler Härte. Tausende Demonstranten wurden getötet.
Am 28. Februar begannen die USA und Israel mit Angriffen gegen den Iran, was Gegenangriffe in der Region auslöste.
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