US-Präsident Donald Trump hat ein bedeutendes Öl-Abkommen mit Venezuela verkündet. Die Vereinigten Staaten erhielten mit der Vereinbarung die Mehrheitskontrolle über 65 Milliarden Barrel aus den venezolanischen Erdölvorkommen, erklärte Trump am Freitag (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. Dies sei „der größte Öl-Deal in der Weltgeschichte“. Eine Bestätigung aus Venezuela lag zunächst nicht vor.
Nach Angaben Trumps werden sich die Ölreserven der USA durch den Deal mehr als verdoppeln. Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA verfügten die USA Ende 2024 über Vorkommen von 46 Milliarden Barrel. Allerdings sind darin nicht nur Rohöl, sondern auch das Kondensat enthalten, das bei der Förderung aus dem Bohrloch gewonnen wird.
Trump stellte in Aussicht, dass sich die „Ölversorgung erheblich erhöhen und die Benzinpreise für alle Amerikaner auf lange Sicht deutlich senken werden“. Gleichzeitig werde der Deal dazu beitragen, „Venezuela auf einen Kurs zu bringen, der zu enormem Erfolg und großem Wohlstand führt“.
Im Januar war Venezuelas linksnationalistischer Präsident Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz in der Hauptstadt Caracas gefangengenommen und in die USA gebracht worden. Er sitzt in New York in Haft, wo ihm wegen „Drogenterrorismus“ der Prozess gemacht werden soll.
Trumps Regierung hat starken Druck auf Caracas ausgeübt
Maduros frühere Stellvertreterin Delcy Rodríguez wurde Übergangspräsidentin des südamerikanischen Landes und hat sich seit ihrer Amtsübernahme für eine Öffnung Venezuelas für ausländische Investitionen, insbesondere im Energiesektor, starkgemacht. Venezuela verfügt über die größten bekannten Erdöl-Reserven weltweit, produziert aber nach Jahren der Unterinvestition, Misswirtschaft und Sanktionen nur etwa 1,25 Millionen Barrel pro Tag.
Die Regierung Trump hat starken Druck auf Caracas ausgeübt, den USA Zugang zu den venezolanischen Vorkommen des klimaschädlichen Energieträgers zu gewähren. Zugleich drängte sie US-Energie-Unternehmen, in Venezuela zu investieren. Die Konzerne zeigten sich jedoch zurückhaltend wegen der schlechten Infrastruktur dort und früherer Enteignungen ausländischer Investoren.
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