In der Ukraine ist Medienberichten zufolge erstmals ein britischer Staatsbürger getötet worden, der als Freiwilliger für Russland gekämpft hatte. Der 33 Jahre alte Bradley T. starb laut dem Radiosender LBC News, der am Montag zuerst darüber berichtet hatte, schon am 10. Juni bei einem Drohnenangriff in der Region Donezk im Osten des Landes. Im Ukraine-Krieg kämpfen ausländische Freiwillige in beiden Lagern, T. ist aber mutmaßlich der erste Brite, der auf russischer Seite getötet wurde.

Mehrere weitere britische Medien berichteten über T.s Tod, darunter die BBC. Das Außenministerium in London teilte mit, es sei über Berichte informiert, dass ein britischer Staatsangehöriger in der Ukraine gestorben sei und habe Kontakt zu seiner Familie aufgenommen. T.s Identität wurde vom Ministerium nicht bestätigt.

T. stammte aus dem Süden Yorkshires im Norden Englands. In einem im April bei YouTube veröffentlichten Video hatte er bestätigt, dass er nach Russland gereist sei, um gegen die Ukraine zu kämpfen. Als Grund führte er unter anderem „die vom Westen begangenen Morde“ an.

Das Gespräch wurde von einem anderen für Russland kämpfenden Briten geführt und von einem weiteren veröffentlicht. Beide berichteten bereits im Juni in Online-Netzwerken über T.s Tod. T. sagte in dem Video außerdem: „Ich bin nicht hier für eine Selbstmordmission, aber mir ist klar, dass es dazu kommen kann.“

Laut dem Bericht von LBC News hatte T. seiner Familie gesagt, er würde nach Rumänien reisen. Er unterschrieb stattdessen aber laut Veröffentlichungen in Online-Netzwerken einen Vertrag bei der russischen Armee, obwohl er keine militärische Erfahrung hatte. T. bezeichnete sich selbst als einen „normalen Kerl aus Yorkshire“, der aus der Arbeiterklasse stamme.

Die britische Regierung rät ihren Bürgern von Reisen nach Russland ab.

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