Die AfD bleibt in einer aktuellen Insa-Umfrage für „Bild“ eindeutig stärkste Kraft. Die Partei gewinnt in der neuesten Erhebung einen Prozentpunkt und kommt nun auf 29 Prozent. Nachdem die Union in der Vorwoche ihren niedrigsten Wert in einer Insa-Umfrage seit Oktober 2021 erreicht hatte (20 Prozent), kommt sie nun wieder auf 21 Prozent. Der Vorsprung der AfD beträgt aber immer noch satte acht Prozentpunkte.

Auch auf den weiteren Plätzen gibt es wenig Änderungen: Die Grünen kommen unverändert auf 13 Prozent, die SPD auf zwölf Prozent, die Linkspartei verliert einen Punkt und kommt auf elf Prozent. Die FDP würde mit fünf Prozent gerade so den Einzug in den Bundestag schaffen, nicht drin wäre das BSW (drei Prozent).

Die Umfragewerte im Überblick:

  • AfD: 29 Prozent (+1 Punkt)
  • CDU/CSU: 21 Prozent (+1)
  • Grüne: 13 Prozent (+/-0)
  • SPD: 12 Prozent (+/-0)
  • Linke: 12 Prozent (-1)
  • FDP: 5 Prozent (+/- 0)
  • BSW: 3 Prozent (+/- 0)
  • Sonstige: 6 Prozent (-1)

Neben der Sonntagsfrage stellte das Institut auch eine neue Reihe an weiteren Fragen – vor allem mit AfD-Bezug. Eines der Ergebnisse: Eine Mehrheit von 53 Prozent der Befragten hält die Partei für rechtsextrem, 37 Prozent sehen in der AfD keine rechtsextreme Partei. Auf Bundesebene wird die Partei vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft. Auf Landesebene wurden bereits fünf von 16 AfD-Landesverbände als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft.

Rund die Hälfte der Bevölkerung (48 Prozent) findet es richtig, dass die anderen Parteien nicht mit der AfD regieren wollen. 39 Prozent halten die Abgrenzung für falsch. Bei der Frage nach einem möglichen Verbotsverfahren zeigen sich die Deutschen gespalten. Jeweils 42 Prozent sind dafür und dagegen.

Auch zur Wahl in Sachsen-Anhalt, bei der die AfD, aktuellen Umfragen zufolge, auf ein Ergebnis von über 40 Prozent zusteuert, wurde in der Insa-Umfrage gefragt. 45 Prozent erwarten, dass die AfD nach der Wahl den Ministerpräsidenten stellen wird, nur für 30 Prozent ist Ulrich Siegmund allerdings die Wunschbesetzung. 33 Prozent wünschen sich den CDU-Kandidaten – in diesem Fall Sven Schulze – als Lösung.

AfD-Kandidat Siegmund wurde jüngst vom „Spiegel“ zum „gefährlichsten Mann Deutschlands“ gekürt. Das Cover war heiß diskutiert worden. In der Insa-Erhebung halten 47 Prozent den 35-Jährigen tatsächlich für gefährlich für die Demokratie in Sachsen-Anhalt. 35 Prozent tun das nicht.

Für die aktuelle Insa-Sonntagsfrage wurden 1203 Personen im Zeitraum vom 17. bis 21. August befragt. Die maximale Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,9 Prozentpunkten. Für die weiteren Fragen wurden am 20. und 21. August 1002 Personen befragt.

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