Ein Autofahrer hat am Rande des Christopher Street Day in Berlin mehrere Menschen angefahren. Es gibt ein Todesopfer, bestätigte die Polizei. 14 weitere Menschen würden wegen Verletzungen derzeit behandelt, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Vier Menschen seien lebensgefährlich verletzt.

Die Polizei sei mit „starken Polizeikräften im Einsatz“ und fahnde mit Hochdruck nach dem Täter oder den Tätern, sagte ein Sprecher. „Die Verletzten werden aktuell von Rettungskräften behandelt.“

Die Abschlusskundgebung des Christopher Street Days (CSD) vor dem Brandenburger Tor wurde abgebrochen. Die Veranstalter riefen die Besucher am Samstagabend auf, das Gelände zu verlassen.

Das ist über den Tathergang bekannt

Kurz vor 22 Uhr soll ein Fahrer mit einem weißen Fahrzeug im Großen Tiergarten mehrere Menschen angefahren haben, teilte die Polizei mit. Wie WELT erfuhr, soll ein Mann aus dem Wagen gestiegen und geflüchtet sein. Die Hintergründe sind noch unklar.

Die „Bild“-Zeitung veröffentlichte ein Foto eines weißen Transporters, bei dem es sich um das Tatfahrzeug handeln soll.

„Bitte verlasst das Gelände ruhig und geordnet. Bitte meidet die Siegessäule und den Tiergarten. Verlasst das Gelände Richtung Hauptbahnhof“, teilten die Veranstalter bei Instagram mit. Auf dem großen Bildschirm am Brandenburger Tor stand in Signalfarben das Wort „Evakuierung“. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt.

Die Polizei bittet die Bürger, den Bereich um den Tiergarten zu meiden

Auch zahlreiche Rettungskräfte der Feuerwehr sind im EinsatzCSD-Teilnehmer verlassen das Gelände

Hunderttausende Menschen nahmen am Samstag in Berlin an der diesjährigen Großkundgebung zum CSD teil. Die Demonstration mit rund 80 Trucks führte bis zur Siegessäule und sollte mit der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor enden. Dort trat unter anderem Sängerin Sarah Connor auf.

Die jährlich organisierten CSD-Kundgebungen erinnern an den 28. Juni 1969, als die Polizei die Schwulenbar „Stonewall Inn“ in New York stürmte. Es folgten tagelange Zusammenstöße mit Aktivisten, die als Geburtsstunde der modernen Schwulen- und Lesbenbewegung gelten.

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