Der Kreml hat die Sicherheitsvorkehrungen rund um Russlands Staatschef Wladimir Putin laut einem Bericht von CNN deutlich verschärft. Der Sender beruft sich auf einen Bericht eines europäischen Nachrichtendienstes, dessen Name nicht genannt wird. Auch die britische Zeitung „Financial Times“ berichtet über verschärfte Sicherheitsmaßnahmen für Putin.
Laut CNN wurde in den Wohnungen enger Mitarbeiter Überwachungstechnik installiert. Köche, Leibwächter und Fotografen aus Putins Umfeld dürften zudem keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr benutzen. Besucher müssten zweimal kontrolliert werden, enge Mitarbeiter dürften nur noch Telefone ohne Internetzugang verwenden.
Hintergrund sind laut dem Bericht mehrere Attentate auf ranghohe russische Militärs sowie seit März 2026 wachsende Sorgen im Kreml über undichte Stellen, Drohnenangriffe und mögliche Umsturzpläne. Putin sei „besonders auf der Hut vor dem Einsatz von Drohnen für ein mögliches Attentat durch Mitglieder der russischen politischen Elite“, zitiert CNN aus dem Bericht. Im Dezember war Generalleutnant Fanil Sarwarow, Leiter der Direktion für operative Ausbildung des Generalstabs der russischen Streitkräfte, bei einem Anschlag getötet worden.
Russland schränke deshalb auch Putins Bewegungen stärker ein: Der Präsident meide inzwischen mehrere seiner üblichen Residenzen, habe in diesem Jahr bislang keine Militärbasis besucht und halte sich teils wochenlang in modernisierten Bunkern auf.
Besonders brisant ist ein weiterer Punkt des Berichts des Geheimdiensts: Der frühere Verteidigungsminister und heutige Sekretär des russischen Sicherheitsrates Sergej Schoigu werde „mit der Gefahr eines Staatsstreichs in Verbindung gebracht, da er nach wie vor erheblichen Einfluss innerhalb der militärischen Führungsspitze hat“, zitiert CNN. Als Auslöser für neue Spannungen gilt demnach die Festnahme von Schoigus engem Vertrauten Ruslan Zalikow Anfang März. Die russische Ermittlungsbehörde hatte damals mitgeteilt, Zalikow würden Korruption, Geldwäsche und Bestechlichkeit vorgeworfen. Belege für die im Geheimdienstpapier angedeuteten Sorgen über Schoigu selbst nennt der Bericht allerdings nicht.
Ins Bild passt, dass Russland seine Siegesparade am 9. Mai in diesem Jahr deutlich verkleinert hat und auf die Zurschaustellung von Panzern und Raketen verzichten will. Der Kreml begründete das zuletzt mit der Bedrohung durch ukrainische Drohnen.
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