Die Ukraine hat russischen Angaben zufolge den Ostseehafen Primorsk angegriffen. Mehr als 60 Drohnen seien in der Nacht über der nordwestlichen Region Leningrad abgeschossen worden, erklärte Gouverneur Alexander Drosdenko am Sonntag auf Telegram. In Primorsk, einem der wichtigsten russischen Ölexportterminals, sei kein Öl ausgelaufen. Das Feuer, das durch den Angriff ausgelöst wurde, sei inzwischen wieder gelöscht.

Primorsk ist ein zentraler Bestandteil der russischen Ölindustrie. Vor einer Serie ukrainischer Angriffe in diesem Jahr exportierte der Hafen üblicherweise weit über eine Million Barrel Rohöl und Diesel täglich. Diese Angriffe sind Teil einer breiter angelegten Kampagne Kiews gegen Häfen und Raffinerien. Nach einem Drohnenangriff am 23. März setzte der Hafen die Beladung von Tankern vorübergehend aus.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Sonntag, ukrainische Streitkräfte hätten zwei Tanker der sogenannten Schattenflotte am Eingang zum russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk angegriffen. „Diese Tanker wurden aktiv für Öltransporte genutzt – jetzt nicht mehr“, schrieb Selenskyj auf Telegram und veröffentlichte ein Video, das den Angriff dokumentieren soll. Die Langstreckenfähigkeiten der Ukraine würden weiter umfassend ausgebaut – auf See, in der Luft und an Land.

Auch andere russische Regionen meldeten am Wochenende Drohnenangriffe. Der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, erklärte, in einem Dorf sei ein 77-jähriger Mann am Samstagabend ums Leben gekommen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte mit, vier Drohnen seien auf dem Weg in Richtung der russischen Hauptstadt abgefangen worden.

In der westlichen Region Smolensk wurden Gouverneur Wassilij Anochin zufolge am Sonntag drei Menschen verletzt, darunter ein Kind, nachdem eine Drohne ein Wohnhaus angegriffen hatte. Unterdessen rückten russische Truppen nach ukrainischen Militärangaben langsam auf die Stadt Kostjantyniwka in der ostukrainischen Region Donezk vor.

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