Ende Februar begannen die USA und Israel, den Iran anzugreifen. Führungsfiguren des Regimes in Teheran wurden ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgte Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei.
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12:53 Uhr – Schweden warnt vor möglicher Kerosin-Knappheit
Schweden warnt wegen des Kriegs im Nahen Osten vor einer möglichen Knappheit bei Flugzeugtreibstoff. Dies basiere auf einer Einschätzung der Energiebehörde, sagte Energieministerin Ebba Busch. Im schlimmsten Fall könnte es in Schweden zu einer Rationierung von Kerosin kommen, ergänzte die Generaldirektorin der Energiebehörde, Caroline Asserup. Die weitere Entwicklung hänge stark davon ab, wie sich der Markt anpasse.
10:05 Uhr – Eurogruppen-Chef: Wegen Nahost droht größte Energiekrise
Wegen der Lage im Nahen Osten droht der Welt nach Ansicht des Präsidenten der Eurogruppe, Kyriakos Pierrakakis, eine historische Notlage. „Wenn die Straße von Hormus nicht rasch wieder vollständig geöffnet wird, hat diese Krise das Potenzial, die größte Energiekrise überhaupt zu werden“, sagte Pierrakakis in Athen. Die Ausfälle bei Öl und Gas könnten größer sein als in früheren Krisen etwa in den 1970er Jahren oder nach Beginn des Ukraine-Kriegs.
09:37 Uhr – Erster LNG-Tanker seit Kriegsbeginn verlässt wohl Hormus-Straße
Die erste Lieferung von verflüssigtem Erdgas seit Beginn des Iran-Kriegs vor zwei Monaten durch die Straße von Hormus ist offenbar erfolgt. Die „Mubaraz“ — die ihre Ladung Anfang März an der Anlage Das Island der Abu Dhabi National Oil in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgenommen hatte — passiert derzeit die Südspitze Indiens, wie aus Schiffsdaten hervorgeht. Der Tanker hatte zuvor im Golf verharrt, stellte jedoch um den 31. März die Signalübertragung ein und tauchte laut den Daten am 27. April westlich von Indien wieder auf.
09:19 Uhr – BP macht dank hoher Ölpreise mehr als doppelt so viel Gewinn
Dank hoher Ölpreise hat der britische Ölkonzern BP zu Jahresbeginn seinen Gewinn mehr als verdoppelt. Im ersten Quartal betrug der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn rund 3,2 Milliarden US-Dollar (2,7 Mrd Euro), wie das Unternehmen in London mitteilte. Ein Jahr zuvor waren es knapp 1,4 Milliarden Dollar gewesen.
05:27 Uhr – Rubio: Blockade von Hormus wie „wirtschaftliche Atomwaffe“
Der Iran setzt die Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus nach Einschätzung von US-Außenminister Marco Rubio gezielt als Waffe mit größtmöglicher Wirkung ein. „Die Straße von Hormus ist im Grunde eine wirtschaftliche Atomwaffe, die sie versuchen, gegen die Welt einzusetzen – und sie geben damit an“, sagte Rubio in einem Interview des TV-Senders Fox News.
Deshalb dürften die Machthaber in Teheran niemals in den Besitz von Nuklearwaffen gelangen, betonte er. „Stellen sie sich vor, wenn diese Leute Zugriff auf eine Atomwaffe hätten, dann würden sie die ganze Region zur Geisel nehmen“, sagte der Außenminister, der in Personalunion auch Präsident Donald Trumps Nationaler Sicherheitsberater ist.
US-Außenminister Marco Rubio05:03 Uhr – Verfassungsschutz warnt vor Eskalation durch proiranische Terrorgruppe
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) warnt einem Medienbericht zufolge vor einer neuen Eskalationsstufe bei der proiranischen Terrorgruppe HAYI in Europa. „Neu ist die Warnung HAYIs, sich nicht mehr nur auf „einfache“ Angriffe zu beschränken, sondern langfristig auch gefährlichere Tatmittel einzubeziehen“, zitierte das „Handelsblatt“ aus einer Antwort der Behörde auf eine Anfrage. Damit sei ein möglicher Übergang von Brandstiftungen zu Anschlägen mit Sprengstoff oder Waffen gemeint.
02:47 Uhr – Medien: Trump skeptisch gegenüber Irans neuem Vorschlag
US-Präsident Trump sieht Teherans jüngsten Vorschlag für ein Ende des Kriegs übereinstimmenden Medienberichten zufolge skeptisch. Er habe den Vorschlag zwar nicht direkt abgelehnt, aber er hege Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die „New York Times“ berichtete ebenfalls, Trump sei mit dem Vorschlag nicht zufrieden.
Der Entwurf sieht Medienberichten zufolge eine Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende des Kriegs vor – über das umstrittene iranische Atomprogramm soll dann erst im Anschluss verhandelt werden.
00:56 Uhr – Iran wirft den USA wegen Seeblockade Piraterie vor
Angesichts der US-Seeblockade gegen den Iran wirft die Regierung in Teheran den Vereinigten Staaten Piraterie vor. „Dies ist die unverhohlene Legalisierung von Piraterie und bewaffnetem Raub auf hoher See“, schrieb der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, auf der Plattform X. Das US-Militär hatte zuletzt sanktionierte iranische Öltanker auf hoher See abgefangen. Baghai kritisierte, es handle sich um eine „Rückkehr der Piraten – nur dass sie heute mit staatlich ausgestellten Vollmachten operieren“.
00:40 Uhr – Israel sagt Feierlichkeiten zu jüdischem Feiertag ab
Vor dem jüdischen Fest Lag Baomer hat Israel geplante Feierlichkeiten aus Sicherheitsgründen abgesagt. Aus Anlass des Feiertags wurden in der kommenden Woche rund 100.000 überwiegend orthodoxe Juden auf dem Berg Meron im Norden des Landes erwartet. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte jedoch mit, das große Fest werde durch eine kleinere symbolische Zeremonie ersetzt. Er verwies auf die Sorge, dass die Feier von der militanten Hisbollah-Miliz angegriffen werden könnte.
00:36 Uhr – USA und Iran streiten bei UN-Atomkonferenz
Die USA und der Iran streiten bei einer Konferenz der Vereinten Nationen zum Atomwaffensperrvertrag. Anlass ist die Wahl des Iran zu einem der Vizepräsidenten der Konferenz. Ein US-Vertreter nennt die Wahl eine Beleidigung und „mehr als beschämend“. Der Iran habe seine Verachtung für die Verpflichtungen aus dem Vertrag gezeigt. Ein iranischer Vertreter weist die Vorwürfe als „haltlos und politisch motiviert“ zurück.
Montag, 27. April
22:22 Uhr – Israels Armee meldet neue Angriffe auf Hisbollah im Libanon
Israels Militär bombardiert eigenen Angaben zufolge trotz formell geltender Waffenruhe erneut Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon. Die israelische Armee teilte auf der Plattform Telegram mit, sie habe mehr als 20 Infrastrukturanlagen der Miliz im Süden sowie in der Bekaa-Ebene im Nachbarland ins Visier genommen. Zu den Zielen gehörten Waffenlager und Raketenabschussstellungen der Hisbollah.
Die Bekaa-Ebene erstreckt sich im Osten des Landes. Das israelische Militär hat dort seit Beginn der Feuerpause nicht mehr angegriffen. Nun teilte die israelische Armee weiter mit, im Südlibanon seien militärische Anlagen und Abschussrampen getroffen worden, die von der Hisbollah genutzt würden, um Raketen auf Israel abzufeuern. Die Armee werde weiter gegen Bedrohungen für israelische Zivilisten und Soldaten vorgehen – im Einklang mit den Vorgaben der Regierung.
Nach einem israelischen Luftangriff in einem südlibanesischen Dorf nahe der israelischen Grenze steigt Rauch auf21:44 Uhr – Wadephul appelliert an Iran
Außenminister Johann Wadephul warnt angesichts der stockenden Verhandlungen vor einer Fortsetzung der Kämpfe. „Eine fortgesetzte Eskalation, einschließlich Raketenangriffen auf zivile Ziele in den Golfstaaten, birgt die Gefahr weiterer Destabilisierung“, sagte der CDU-Politiker in einer Rede vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. „Der Iran muss Angriffe auf andere Länder unterlassen. Er muss sein nukleares Programm beenden.“
20:33 Uhr – Netanjahu: Kampf gegen Hisbollah ist noch nicht beendet
Im Kampf gegen die libanesische Hisbollah-Miliz sieht der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die andauernde Bedrohung seines Landes durch Raketen und Drohnen als zentrales Problem. Das machte er auf einer Militärkonferenz deutlich. Dieses Problem müsse man mit einer Kombination aus operativen und technologischen Maßnahmen lösen, sagte der Regierungschef. Erst dann sei man „auf dem Weg, die Hisbollah zu entwaffnen“.
Die Hisbollah verfüge nur noch über etwa zehn Prozent der Raketen, die sie zu Beginn des Kriegs gehabt habe, sagte Netanjahu. Nach Schätzungen habe die proiranische Miliz ursprünglich ein Arsenal von rund 150.000 Raketen und Drohnen gehabt.
Zum Kampf gegen die Hisbollah sagte Netanjahu: „Die Arbeit ist noch nicht abgeschlossen.“ Die Lage bereite den Einwohnern des israelischen Nordens weiterhin Sorgen. Um die Hisbollah wie angestrebt zu entwaffnen, müsse das Problem mit den Drohnen und Raketen gelöst werden. „Denn die politische Seite können wir meines Erachtens lösen, wenn wir das gelöst haben“, sagte er mit Blick auf das Ziel einer friedlichen Einigung mit der libanesischen Führung.
19:42 Uhr – Merz äußert sich „desillusioniert“ zum Iran-Krieg
Bundeskanzler Merz hat sich „desillusioniert“ vom Vorgehen der USA und Israels gegen den Iran gezeigt. „Ja, ich bin da mittlerweile desillusioniert“, sagte er am Rande der Unions-Klausur in Berlin. Die von den USA und Israel anfangs angestrebte Lösung des „Problems“ in wenigen Tagen sei nicht erfolgt.
„Deswegen wollen wir uns ja auch von der europäischen Seite aus diplomatisch mit um eine Lösung bemühen“, sagte Merz. „Wir stimmen uns da eng mit der amerikanischen Seite ab, sagen aber auch, dass wir eigene europäische Vorstellungen haben, wie man hier zu einer Lösung des Konfliktes kommen kann.“
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