Bundeskanzler Friedrich Merz hat im aktuellen Insa-Politikerranking für die „Bild“-Zeitung einen deutlichen Dämpfer erlitten. Mit 28,9 Punkten fällt der 70-Jährige von Platz 18 auf Platz 20 und belegt damit erstmals den letzten Rang.
Besonders auffällig ist der Verlust an Zustimmung innerhalb des eigenen politischen Lagers. Auch bei den Wählern von CDU und CSU landet Merz nur noch im hinteren Feld. In dieser Gruppe liegen unter anderem CSU-Chef Markus Söder, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor ihm; auch Verteidigungsminister Boris Pistorius erzielt bessere Werte.
Während Merz an Zustimmung verliert, verzeichnen andere Unionspolitiker Zuwächse. Alexander Dobrindt verbessert sich deutlich von Platz 8 auf Rang 6. Auch CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann zählt zu den Aufsteigern und klettert von Platz 12 in die Top Ten auf Rang 9.
Die Insa-Ergebnisse im Überblick:
- Boris Pistorius (SPD): 4,9
- Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen): 4,1
- Hendrik Wüst (CDU): 4,1
- Markus Söder (CSU): 4,0
- Wolfgang Kubicki (FDP): 3,9
- Alexander Dobrindt (CSU): 3,9
- Julia Klöckner (CDU): 3,8
- Alice Weidel (AfD): 3,7
- Carsten Linnemann (CDU): 3,7
- Sahra Wagenknecht (BSW): 3,6
- Lars Klingbeil (SPD): 3,5
- Franziska Brantner (Bündnis 90/Die Grünen): 3,5
- Ines Schwerdtner (Die Linke): 3,5
- Bärbel Bas (SPD): 3,5
- Tino Chrupalla (AfD): 3,4
- Heidi Reichinnek (Die Linke): 3,4
- Katharina Dröge (Bündnis 90/Die Grünen): 3,4
- Katherina Reiche (CDU): 3,1
- Jens Spahn (CDU): 3,0
- Friedrich Merz (CDU): 2,9
Schwache Bewertung für Merz auch von Unions-Wählern
Selbst unter CDU/CSU-Wählern fällt die Bewertung für Merz schwach aus. Dort erreicht er nur noch Platz 5 mit 55,1 Punkten, hinter Söder (63,6), Pistorius (59,9), Wüst (57,1) und Dobrindt (56,1). Laut Erhebung bewerten nur 10 Prozent der Befragten Merz positiv (8 bis 10 Punkte), während 58 Prozent eine negative Einschätzung (0 bis 4 Punkte) abgeben.
Am unteren Ende des Rankings verbessert sich Unionsfraktionschef Jens Spahn leicht und steigt von Platz 20 auf 19.
Auch weitere Politiker verlieren an Zustimmung: AfD-Co-Chefin Alice Weidel fällt von Platz 6 auf 8, Linken-Politikerin Heidi Reichinnek von 11 auf 16. SPD-Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil rutscht von Platz 9 auf 11 ab.
An der Spitze des Rankings gibt es hingegen keine Veränderungen: Verteidigungsminister Boris Pistorius behauptet weiterhin Platz 1. Dahinter folgen Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir auf Rang 2 sowie Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst auf Platz 3.
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