Der Co-Vorsitzende der Linkspartei, Jan van Aken, wird sein Amt zum Parteitag der Linken im Juni niederlegen. Er führt „gesundheitliche Gründe“ für den Rückzug an.

In einer Mitteilung seiner Partei heißt es: „In der nächsten Zeit werde ich mich verstärkt um meine Gesundheit kümmern müssen. Aber es besteht kein Grund zu größerer Sorge um mich, es ist keine lebensbedrohliche Krankheit. Trotzdem muss ich auf mich aufpassen. Das tue ich hiermit. Ich werde nicht komplett ausfallen.“

Sein Bundestagsmandat werde er jedoch bis zum Ende der Legislatur ausführen und der Partei „weiterhin zur Verfügung stehen“. Der Schritt falle ihm „sehr schwer“, weil er es „immer anders geplant hatte“.

Seit Oktober 2024 in Doppelspitze mit Schwerdtner

Er lobte den Weg seiner Partei in den vergangenen Monaten. Themen wie Mietendeckel und Vermögensteuer hätten für Zulauf von Mitgliedern gesorgt. Die Mitteilung schließt mit einer seiner bekannten Forderungen: „Im Übrigen bin ich noch immer der Meinung, dass es keine Milliardäre geben sollte.“

Van Aken und seine Co-Vorsitzende Ines Schwerdtner waren im Oktober 2024 als Doppelspitze gewählt worden. Damals steckte die Partei mit Umfragewerten von nur noch zwei bis drei Prozent in einer tiefen Krise. Dem Duo gelang jedoch für die Partei die Wende. Bei der Bundestagswahl 2025 zog die Linke mit 8,8 Prozent wieder ins Parlament ein.

Anders als von der Partei erhofft, scheiterte sie jedoch bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz an der Fünf-Prozent-Hürde.

Schwerdtner bedauert Entscheidung

Schwerdtner bedauerte den Rückzug, der sie „traurig“ mache. Aber: „Die Gesundheit geht vor, auch vor gemeinsame politische Projekte.“

Die Linke habe ein fulminantes Comeback erlebt – „ein Fiebertraum, der uns aber nie an der Aufgabe oder an unserer Zusammenarbeit zweifeln ließ“. Die gemeinsame Zeit an der Parteispitze habe sie mit van Aken zusammengeschweißt. „All das wäre ohne unsere vertrauensvolle Zusammenarbeit, vor allem aber ohne unsere fantastischen Teams und die Zehntausenden Mitglieder nicht denkbar gewesen“, sagte Schwerdtner. Dieser gemeinsame Erfolg bleibe. „Danke dir, Jan, schon jetzt. Es wäre mit keinem anderen möglich gewesen.“

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