Russland und die Ukraine haben vor Beginn einer geplanten Osterwaffenruhe nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau jeweils 175 Kriegsgefangene ausgetauscht. „Zudem wurden sieben Bürger der Russischen Föderation zurückgebracht, die vom Kiewer Regime unrechtmäßig festgehalten wurden“, teilte das Ministerium mit. Es handele sich um Einwohner der Region Kursk. Das Ministerium dankte auch den Vereinigten Arabischen Emiraten für die Vermittlung des Gefangenenaustauschs.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte wenig später die Aktion. „175 Soldaten. Soldaten der Streitkräfte, Angehörige der Nationalgarde, Grenzschutzbeamte. Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere. Und sieben Zivilisten“, teilte er bei Telegram mit. „Unsere Soldaten haben die Ukraine an verschiedenen Fronten verteidigt“, sagte Selenskyj. „Unter ihnen sind Verwundete. Die meisten waren seit 2022 in Gefangenschaft. Und endlich – zu Hause.“
Viele der Soldaten waren seit 2022 in KriegsgefangenschaftAuch russische Soldaten wurden freigelassenAm Nachmittag soll eine angekündigte 32-stündige Waffenruhe beginnen, damit die Christen in der Ukraine und Russland das orthodoxe Osterfest feiern können.
Beide Länder hatten allerdings trotzdem ihre Drohnenangriffe fortgesetzt: In Odessa am Schwarzen Meer wurden ukrainischen Behörden zufolge mindestens zwei Menschen getötet. Bei den Toten handele es sich um eine 38 Jahre alte Frau und einen 32 Jahre alten Mann, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Es habe auch Verletzte, Schäden an zahlreichen Wohnhäusern und an einem Kindergarten gegeben, teilte die Verwaltung der Stadt mit.
Die Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine meldete nach russischen Angriffen mindestens 17 Verletzte sowie ebenfalls Schäden an Wohnhäusern, einem Kindergarten und zahlreichen Autos. Die ukrainische Flugabwehr meldete insgesamt 160 russische Drohnenangriffe.
Das russische Verteidigungsministerium sprach am Morgen von 99 abgeschossenen ukrainischen Drohnen. Zu Treffern oder Schäden machte das Ministerium keine Angaben.
In Odessa standen durch die russischen Drohnenangriffe Gebäude in FlammenDie Ukraine, die seit Langem eine Osterwaffenruhe gefordert hatte, stimmte zu. Bei einer ebenfalls von Putin verfügten Feuerpause zu Ostern voriges Jahr meldeten beide Kriegsparteien zahlreiche Verstöße. Auch diesmal haben Moskau und Kiew angekündigt, auf Angriffe des Gegners zu reagieren.
Die Konfliktparteien haben in dem seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine immer wieder Kriegsgefangene ausgetauscht, zuletzt im März.
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