Die britischen Streitkräfte haben der Regierung in London zufolge russische U-Boote von möglichen Angriffen auf Unterseekabel und Pipelines abgehalten. Die russischen U-Boote hätten sich Anfang des Jahres rund einen Monat lang in britischen Gewässern aufgehalten, sagte Verteidigungsminister John Healey am Donnerstag.
Zusammen mit Verbündeten wie Norwegen seien die russischen U-Boote verfolgt und von feindseligen Aktivitäten abgeschreckt worden. Inzwischen hätten sie die Gewässer in Richtung Norden verlassen, Hinweise auf Schäden an der Infrastruktur lägen nicht vor.
An dem Einsatz waren Healey zufolge ein russisches Jagd-U-Boot der Akula-Klasse sowie zwei Spezial-U-Boote der russischen Hauptverwaltung für Tiefseeforschung (GUGI) beteiligt. Er warf Russland vor, eine verdeckte Operation versucht zu haben.
Healey richtete eine direkte Warnung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin: „Wir haben Sie im Blick. Wir beobachten Ihre Aktivitäten an unseren Kabeln und Pipelines, und Sie sollten wissen, dass jeder Versuch, sie zu beschädigen, nicht toleriert und schwerwiegende Konsequenzen haben wird.“
Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 ist es in Regionen wie der Ostsee wiederholt zu Ausfällen von Strom- und Telekommunikationskabeln sowie Schäden an Erdgaspipelines gekommen. Die Nato hat als Reaktion ihre Präsenz auf See und in der Luft massiv verstärkt.
Westliche Staaten werfen Russland wiederholt vor, hinter Sabotageakten und gezielten Störaktionen gegen die kritische Untersee-Infrastruktur zu stecken. Die Regierung in Moskau weist die Vorwürfe zurück.
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