In der nordostukrainischen Stadt Sumy sind bei russischen Drohnenangriffen mindestens elf Menschen verletzt worden. Darunter sei auch eine 15-jährige Person, teilte die Polizei mit. In Kramatorsk in der Ostukraine wurden bei einem Angriff mit Gleitbomben am frühen Samstagabend der regionalen Staatsanwaltschaft zufolge vier Menschen getötet, darunter ein 16-Jähriger. Zwei weitere seien verletzt worden.
Zahlreiche Opfer gab es bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Frontstadt Nikopol. Fünf Personen seien getötet und 19 weitere verletzt worden, teilt die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft mit. Die Drohnenattacke habe einem Markt gegolten. „Das ist ein weiteres Kriegsverbrechen, das von der Russischen Föderation verübt wird“, erklärt die Behörde auf Telegram. Nikopol liegt nur wenige Kilometer von russisch besetztem Gebiet am anderen Ufer des Flusses Dnipro entfernt. Die Stadt ist regelmäßig Ziel von Angriffen.
In der Hauptstadt Kiew brach laut Bürgermeister Vitali Klitschko durch herabfallende Drohnentrümmer ein Feuer im obersten Stock eines Bürogebäudes aus. Russland attackierte die Ukraine nach Angaben der Luftstreitkräfte in der Nacht mit 286 Kampfdrohnen, von denen 260 abgewehrt worden seien. Elf Einschläge gab es demnach aber.
Toter im Süden Russlands
Auch russische Behörden meldeten ukrainische Angriffe. Bei ukrainischen Luftangriffen auf die südrussische Region Rostow sind nach Behördenangaben ein Mensch getötet und vier weitere Personen schwer verletzt worden. Bei dem Raketenangriff auf die Stadt Taganrog am Asowschen Meer seien Geschäftsgebäude beschädigt worden, teilte Regionalgouverneur Juri Sljussar am Samstag mit. In den Lagerräumen eines Logistikunternehmens sei ein Feuer ausgebrochen. Zudem sei im Asowschen Meer ein Handelsschiff durch einen ukrainischen Drohnenangriff beschädigt worden, was ebenfalls einen Brand ausgelöst habe. Auch aus der russischen Region Samara wurden ukrainische Angriffe gemeldet.
Dort wurde die Stadt Toljatti mit Drohnen attackiert, teilte Regionalgouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew mit. Was genau getroffen wurde, blieb zunächst unklar. Toljatti liegt rund 800 Kilometer südöstlich von Moskau. Eine Stellungnahme aus Kiew lag zunächst nicht vor.
Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes setzt sie auch auf Angriffe auf die Öl- und Gasindustrie sowie auf Rüstungsfabriken Russlands. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden stehen dabei in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine.
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