Moderatorin Collien Fernandes will mit Politikerinnen über schärfere Gesetze zu digitaler Gewalt im Internet sprechen. Das kündigte die 44-Jährige auf ihrem Instagram-Account an. „Auf dem Weg zurück zu Euch nach Deutschland, denn jetzt muss sich etwas ändern!“, schrieb sie.

„Jetzt müssen bessere Gesetze her! Aus diesem Grund treffe ich mich diese Woche in Berlin mit Politikerinnen!“ Deutschland dürfe „kein Täterparadies bleiben“, forderte sie. Fernandes hatte sich zuvor in Asien zu Dreharbeiten für die ZDF-Reihe „Das Traumschiff“ aufgehalten.

Zuvor hatte „t-online“ berichtet, dass Fernandes den Dreh unterbrechen wolle, um zu Gesprächen über Gesetze zu digitaler Gewalt nach Deutschland zurückzukehren. Am Sonntag hatten Tausende Menschen in Berlin gegen sexualisierte digitale Gewalt demonstriert.

Nach den schweren Vorwürfen von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen sind zahlreiche Menschen in Berlin auf die Straße gegangen. Unter den 6000 Teilnehmern waren auch die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer und Grünen-Politikerin Ricarda Lang.

Hintergrund der Debatte sind schwere Vorwürfe von Fernandes gegen ihren Ex-Mann, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der „Spiegel“ berichtet hatte. Fernandes hat auf Mallorca Anzeige erstattet, wie eine Justizsprecherin auf der spanischen Mittelmeerinsel bestätigte.

Das Verfahren befinde sich noch in einem sehr frühen und vertraulichen Stadium, sagte sie am 19. März. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an, bei der es sich „in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung“ handle. Zudem würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“.

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