Die Grünen-Fraktion übt harsche Kritik am Vorstoß eines Beratergremiums von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), Gasförderung per Fracking ernsthaft zu erwägen. Der Vorschlag sei „extrem unverantwortlich für Mensch, Umwelt und Klima“, sagte Fraktionsvize Julia Verlinden der Nachrichtenagentur dpa. „Solche Vorschläge führen uns immer tiefer in den Sumpf aus Lobbyinteressen, Klimaschäden und teurer fossiler Energie.“

Derzeit wird in Deutschland kaum Gas gefördert. Mit sogenanntem Fracking könnte sich das ändern. Dabei wird Erdgas aus unterirdischem Gestein gelöst. Der „Wissenschaftliche Beraterkreis Wirtschaftspolitik“ beim Wirtschaftsministerium hat in einem Papier zum Umgang mit dem Iran-Krieg angeregt, die Möglichkeiten für Fracking hierzulande ernsthaft zu prüfen.

Der Vorschlag sei gefährlich, weil Schadstoffe ins Grundwasser gelangen und große Mengen Methan entweichen, was dem Klima weiter schade, sagte Verlinden. Zudem werde viel Wasser verbraucht, im Extremfall würden sogar kleine Erdbeben ausgelöst. Das Beratergremium gefährde so auch die Getränkewirtschaft und die kommunalen Stadtwerke.

Von Reiche verlangte Verlinden einen Ausbau der erneuerbaren Energien und eine Stärkung des Heizungsgesetzes, das die schwarz-rote Bundesregierung allerdings grundlegend umbauen will.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke