Mehrere Gruppen haben am Wochenende in Frankfurt gegen die Angriffe auf den Iran demonstriert. An der Demonstration des Vereins „Islamische Religionsgemeinde Hessen“ (IRH) nahmen am Sonntag laut Polizei rund 800 Menschen teil, an einer Gegendemonstration rund 450.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Für Frieden und Völkerrecht – Stoppt den völkerrechtswidrigen Krieg der USA & Israels gegen Iran!“. Ein dpa-Reporter berichtete von einer aggressiven Stimmung. Die Teilnehmer hielten Schilder mit Aufschriften wie „Besser Mullah als US-Besatzung“, „Kindermörder Israel“ und „Keine Ablenkung von den Epstein-Files“ sowie Porträts des getöteten iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei. Auch Rufe von Teilnehmenden richteten sich gegen Israel.

Die Polizei versuchte, die Teilnehmer der Veranstaltung von den Teilnehmern der zeitgleich stattfindenden Gegendemonstration getrennt zu halten. Es kam immer wieder zu Rangeleien mit Gegendemonstranten und der Polizei.

Scharfe Kritik von Hessens Antisemitismusbeauftragtem

Der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker (CDU) hatte am Donnerstag ein Statement veröffentlicht, in dem er die Veranstaltung scharf als „Verherrlichung des iranischen Gewaltregimes“ kritisierte. Darin hatte er auch die Prüfung eines Verbots der Demonstration angeregt.

Die IRH wies die Vorwürfe in einer Mitteilung scharf zurück und bezeichnete die Darstellung Beckers als „haltlose und bösartige Diffamierung einer friedlichen Versammlung“. Die Kundgebung richte sich gegen Krieg und völkerrechtswidrige Angriffe. Sie sei ein Aufruf zu Deeskalation und Diplomatie.

Am Sonntag gingen die gegenseitigen Angriffe im Nahen Osten weiter. Der Iran hat nach eigenen Angaben neue Attacken auf Ziele in Israel sowie auf US-Stützpunkte in der Golfregion gestartet. Es seien „Raketen der neuen Generation“ in Richtung Tel Aviv, der Negev-Wüste und auf Luftwaffenstützpunkte der USA in der Region abgefeuert worden, hieß es in einer von iranischen Medien verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarden. Die israelische Armee griff dagegen das Hauptquartier der Luftwaffe der Revolutionsgarden in der iranischen Hauptstadt Teheran an.

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