Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat den Start der Evakuierungsflüge für besonders schutzbedürftige Personen aus Maskat (Oman) für den morgigen Mittwoch angekündigt. Das bestätigte Wadephul gegenüber WELT TV. Weitere Flüge sollen demnach in den kommenden Tagen folgen, man sei dafür mit Lufthansa und Condor im Gespräch.
„Morgen wird es einen ersten Flug nach Maskat in Oman geben, wo wir versuchen wollen, diese Personengruppe – vulnerabel nennen wir sie, also Alte, Kranke, Schwache, Schwangere, Kinder, wir müssen schauen, wen wir dort mitnehmen können –, um diese Gruppe mit nach Hause zu nehmen, nach Deutschland“, sagte Wadephul. Man plane „weitere Flüge dieser Art“ und hoffe, diese in den nächsten Tagen ermöglichen zu können.
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„Zudem stellen wir ja fest, dass glücklicherweise jetzt auch die kommerziellen Fluglinien aus den Vereinigten Arabischen Emiraten dort Flüge zurückbringen, ein erster Flug ist heute da. Weitere sind zu erwarten und daran arbeiten wir jetzt sehr intensiv, konsularisch vor Ort mit unserem Personal“, so Wadephul weiter. Er sei sowohl mit den Emiraten als auch mit „mit allen Reiseveranstaltern“ in engem Kontakt.
Wie viele Menschen an Bord des ersten Fluges sein werden, richte sich nach der Art der Maschine, sagte Wadephul. „Es wird eine ganz klassische Maschine der Größenordnung sein, die also Touristen auch diese weitere Entfernung transportieren kann.“ Außerdem müsse man sehen, welche Personen zum Startpunkt wirklich am Flughafen sind. Das hänge auch davon ab, wer sich ein Fahrzeug besorgen und den Landweg aus den Emiraten in den Oman zurücklegen könne.
„Da sind wir auf die Zusammenarbeit angewiesen, die sehr eng ist mit den Reiseverkehrsunternehmen. Der eine oder die andere wird vielleicht auch individuell dort anreisen“, erklärte der Minister. Allen Touristen, die nicht zur vulnerablen Gruppe zählen, müsse man „noch einen entweder längeren Aufenthalt zumuten oder eben anbieten – und das geschieht jetzt ja sehr schnell –, dass sie direkt von den VAE abfliegen nach Deutschland“, so Wadephul. „Ich bin guter Dinge, dass wir jetzt in den nächsten Tagen vorankommen und die allermeisten der deutschen Touristen endlich zurückkommen können nach Deutschland.“
Eine militärische Evakuierung schloss der Wadephul aus
Am Montag hatte Wadephul bekannt gegeben, dass die Bundesregierung Charterflugzeuge nach Saudi-Arabien und in den Oman schicken wolle, um von dort gestrandete deutsche Reisende auszufliegen. Zuerst sollten dabei „besonders vulnerable Gruppen“ evakuiert werden.
Das Auswärtige Amt will neben den Charterflugzeugen Krisenunterstützungsteams nach Maskat, Doha und Dubai schicken. Weitere Teams sollen die Lage an den Grenzübergängen erkunden, wie Wadephul bekannt gab. Eine militärische Evakuierung schloss der Minister aber erneut aus. Er verwies dabei auf die geschlossenen Lufträume.
Am Dienstagnachmittag war bereits ein erstes Flugzeug der emiratischen Airline Emirates aus Dubai in Frankfurt am Main gelandet. Die Airline äußerte sich zunächst nicht dazu, wie viele Passagiere an Bord waren. Wegen des Iran-Krieges seit dem Wochenende sitzen derzeit noch Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. Viele Staaten haben ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest.
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