Der frühere Bundespräsident Christian Wulff will sich für eine Frau als Nachfolgerin des scheidenden Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier einsetzen. „Es gibt hochqualifizierte Frauen, die starke Bundespräsidentinnen werden könnten“, sagte Wulff der „Augsburger Allgemeinen“ (Samstag). Er habe bereits „mit einigen von ihnen“ gesprochen und „auch schon Tipps gegeben“, erläuterte der CDU-Politiker. Er hoffe, dass Union und SPD gemeinsam einen überzeugenden Vorschlag präsentieren.
Wulff ist überzeugt, dass es „eine Bundespräsidentin für alle Deutschen“ brauche, „denn die Zeiten werden stürmisch und wir sind immer noch nicht so zusammengewachsen, wie wir das wollten“. Es gebe „Gräben, die größer gemacht werden“ und „Spaltungstendenzen“, sagte Wulff: „Umso wichtiger ist eine Bundespräsidentin, die allseits akzeptiert wird, die nicht in einem Wahlkampf zerschlissen, nicht in einer Debatte zerredet wird.“ Nach zwölf Bundespräsidenten sei es jedenfalls Zeit für eine Frau in diesem Amt.
Der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident Wulff ließ dabei indirekt Sympathien für die bayerische Landtagspräsidentin und frühere CSU-Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner anklingen und sagte: „Es gibt unter den möglichen Kandidatinnen auch mindestens eine überzeugende Bayerin. Wir werden sehen.“
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