Im Skandal um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein haben die oppositionellen Demokraten eine Vorladung von Präsident Donald Trump vor den Kongress verlangt.

Die frühere Außenministerin Hillary Clinton forderte am Donnerstag vor dem zuständigen Aufsichtsausschuss, dieser solle Trump „unter Eid zu den zehntausenden Malen befragen, die er in den Epstein-Akten auftaucht“. Clinton veröffentlichte ihre Erklärung auf X.

Der führende Demokrat in dem Untersuchungsausschuss, Robert Garcia sagte, Trump müsse „die Fragen beantworten, die im ganzen Land von Überlebenden gestellt werden“. Nach der Befragung von Hillary Clinton per Videoschaltung aus ihrem Haus im Bundesstaat New York wollen die Abgeordneten am Freitag ihren Mann anhören, den früheren Präsidenten Bill Clinton.

Garcia warf der US-Regierung und den Republikanern erneut „Vertuschung“ vor. Kurz vor der Befragung von Ex-Außenministerin Clinton hatten der Radiosender NPR und die „New York Times“ berichtet, das Justizministerium habe bei der Veröffentlichung der Epstein-Akten Dokumente zurückgehalten, in denen eine Frau Missbrauchsvorwürfe gegen Trump erhebt.

Clinton erklärte in ihrem X-Beitrag weiter, sie habe nichts von den kriminellen Machenschaften Epsteins oder dessen Vertrauter Ghislaine Maxwell gewusst und erinnere sich nicht daran, Epstein jemals getroffen zu haben.

Dem inzwischen verstorbenen Epstein wird vorgeworfen, minderjährige Mädchen sexuell missbraucht und vermittelt zu haben. Hillary Clinton hat angegeben, dass sie über die Clinton Foundation Kontakte zu Maxwell gehabt habe. Die inzwischen wegen Straftaten im Zusammenhang mit Epstein verurteilte Maxwell war zur Hochzeit von Clinton-Tochter Chelsea 2010 eingeladen.

Auch Bill Clinton soll (am Freitag) aussagen, als erster früherer US-Präsident, der jemals vor dem Kongress eine Aussage machen muss. Ihm werden keine Straftaten wegen seiner Beziehung zu Epstein zur Last gelegt.

Die Demokraten sehen in der Vorladung des Ehepaars Clinton ein politisches Manöver, um von Trumps eigener Verstrickung in den Epstein-Skandal abzulenken.

Diesen Vorwurf wies der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses James Comer zurück. Die Befragung der Clintons sei „keine parteiische Hexenjagd“, betonte er.

Comer hält eine Befragung Trumps im Kongress für nicht nötig. Der Präsident werde ohnehin jeden Tag von Journalisten zu seinem Wissen über den Fall und über seine Beziehung zu Epstein befragt, sagte Comer vor Medienvertretern. An die Clintons hätten die Abgeordneten dagegen „viele Fragen“.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke