Die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, hat sich für eine Frau als neue Generalsekretärin der Vereinten Nationen starkgemacht. Die Hälfte der Weltbevölkerung sei weiblich und habe ein Recht auf eine Vertretung, sagte Baerbock in Genf.

Zum Auftakt der 61. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats betonte Baerbock, dass in der 80-jährigen Geschichte der Weltorganisation noch keine Frau als Generalsekretärin berufen worden sei. Die Frage stelle sich, warum bislang nur Männer diese Position bekleidet hätten.

Die Vereinten Nationen müssen sich in diesem Jahr auf die Nachfolge des scheidenden Generalsekretärs António Guterres einigen. Baerbock spielt in dem Auswahlprozess als Vorsitzende der Vollversammlung eine prozedurale Rolle. Die frühere Grünen-Bundesaußenministerin prangerte auch die Unterdrückung von Frauen und Mädchen in Afghanistan und anderen Regionen der Erde an. Die Welt müsse sicherstellen, dass der weibliche Teil der Bevölkerung ein vollständig gleichberechtigtes Leben führen könne.

Baerbock sprach auch andere Menschenrechtsverletzungen an. Sie verurteilte die Entführung von Kindern aus der Ukraine durch die russischen Besatzer als Kriegsverbrechen und kritisierte die Zerstörung des Sitzes des Palästinenserhilfswerks UNRWA in Ost-Jerusalem durch Israel.

Zuvor hatte Generalsekretär Guterres in seiner letzten Rede vor dem UN-Gremium die Bedeutung der Menschenrechte herausgestrichen: Menschenrechte seien die Grundlage für eine friedliche und sichere Welt. In seinem zehnten Jahr an der Spitze der Vereinten Nationen sei die Wichtigkeit der Menschenrechte so klar wie nie geworden. Die 47 Mitgliedsländer des Menschenrechtsrats dürften nicht zulassen, dass die Schwachen keine Rechte hätten und die Macht der Starken keine Grenzen habe.

Guterres tritt Ende des Jahres als UN-Generalsekretär ab. Viele Beobachter halten es für möglich, dass die UN erstmals eine Frau für das Spitzenamt bei den Vereinten Nationen bestimmen. Die eigentliche Entscheidung über die Guterres-Nachfolge trifft der UN-Sicherheitsrat.

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