In der Debatte über eine Entfremdung zwischen den Vereinigten Staaten und Europa hat US-Vizepräsident J.D. Vance betont, dass die Staaten jenseits des Atlantiks sich aus seiner Sicht selbst stark schaden. „Es ist nicht so, dass wir unsere Verbündeten nicht respektieren. Es ist vielmehr so, dass sie sich selbst vielfach sabotieren“, sagte er im Interview des US-Senders Fox News. Vance beteuerte dabei, die US-Regierung wünsche sich ein erfolgreiches Europa mit einer starken Wirtschaftsleistung.
Mit Blick auf Probleme zwischen beiden Seiten des Atlantiks sagte Vance, dass es nicht daran liege, dass die USA Europa nicht „mögen“. Allerdings habe es Druck durch die Regierung von Donald Trump gebraucht, damit die Nato-Verbündeten etwa ihre Verteidigungsausgaben erhöhen und in den Grenzschutz zur Eindämmung des Zuzugs von Migranten investieren. „Wir haben also große Fortschritte erzielt, aber offen gestanden wünschen wir uns von unseren europäischen Verbündeten deutlich mehr“, sagte Vance weiter.
Nach der zweiten Runde indirekter Verhandlungen im Atomstreit mit dem Iran warf Vance dem Regime in Teheran vor, von Präsident Donald Trump formulierte „rote Linien“ nicht anzuerkennen. Die Gespräche in Genf seien „in mancher Hinsicht“ gut verlaufen, sagte Vance im Interview mit Fox News. Beide Seiten hätten vereinbart, die Gespräche fortzusetzen. „In anderer Hinsicht war es aber sehr deutlich, dass der Präsident einige rote Linien gezogen hat, die die Iraner noch nicht wirklich anerkennen und abarbeiten wollen“, sagte Vance.
„Wir werden weiter daran arbeiten“, kündigte Vance an. „Aber natürlich behält sich der Präsident das Recht vor zu sagen, wann die Diplomatie seiner Ansicht nach ihr natürliches Ende erreicht hat“, warnte der US-Vizepräsident. „Wir hoffen, dass es nicht so weit kommt, aber wenn doch, dann liegt die Entscheidung beim Präsidenten.“
Vertreter des Iran und des Vermittlers Oman hatten sich nach der zweiten Runde indirekter Verhandlungen am Dienstag in Genf positiv geäußert. Es habe eine Einigung über einen „Satz von Leitprinzipien“ gegeben, der den Weg für ein Abkommen ebnen könnte, sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi nach dem Treffen. Omans Außenminister Badr Albusaidi sprach von „guten Fortschritten“.
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