Die diplomatischen Spannungen zwischen Russland und Deutschland verschärfen sich weiter. Als Reaktion auf die Ausweisung eines russischen Militärattachés aus Berlin am 22. Januar 2026 hat das russische Außenministerium nun seinerseits einen Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Moskau zur unerwünschten Person (persona non grata) erklärt.
Moskaus Reaktion: „Provokation und Spionagehysterie“
Dem von deutscher Seite ausgewiesenen Diplomaten wird vorgeworfen, als Führungsoffizier für die mutmaßliche Spionin Ilona W. fungiert zu haben. Die deutsch-ukrainische Staatsangehörige war kurz zuvor festgenommen worden. Sie soll Informationen über deutsche Rüstungsgüter, Drohnentests und Waffenlieferungen an die Ukraine gesammelt und an den russischen Geheimdienst übermittelt haben.
Das russische Außenministerium bestellte die Leitung der deutschen Botschaft ein, um eine offizielle Protestnote zu übergeben. In einer Stellungnahme wies der Kreml die Spionagevorwürfe als „unbegründet“ und „falsch“ zurück.
Moskau bezeichnete das Vorgehen Berlins als „niederträchtige Provokation“ zur Diskreditierung russischer Diplomaten und das Ergebnis einer staatlich befeuerten „Spionagehysterie“ in Deutschland. „Wir betrachten die Maßnahmen der deutschen Seite als eine billige Provokation, die darauf abzielt, die russische diplomatische Vertretung in der BRD zu diskreditieren“, heißt es in der Mitteilung weiter.
Als direkte Reaktion wurde nun ein deutscher Diplomat in Moskau zur unerwünschten Person erklärt. Er muss das Land zeitnah verlassen.
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