Nach dem Bruch der Koalition mit dem BSW in Brandenburg sieht eine Umfrage die regierende SPD in dem Bundesland deutlich hinter der AfD auf Platz zwei.
In der am Donnerstagabend veröffentlichten Erhebung des Instituts Insa für den „Nordkurier“ erreicht die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke 25 Prozent. Das entspricht zwar einem Plus von einem Prozentpunkt zur letzten, von der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ in Auftrag gegebenen Insa-Umfrage im September 2025.
Doch der Abstand zur führenden AfD beträgt neun Prozentpunkte. Die Partei um Landeschef René Springer kommt in der Umfrage unverändert auf 34 Prozent.
Es folgen mit großem Abstand die CDU mit 13 Prozent (+/-0), die Linke (-1) und das BSW (-1) mit jeweils acht Prozent sowie die Grünen mit fünf Prozent (+1).
Woidke hatte die Koalition mit dem BSW in der vergangenen Woche nach internen Querelen in der jungen Partei aufgekündigt. Nach Beitritten früherer BSW-Abgeordneter zur SPD-Fraktion will er mit der CDU über ein Bündnis verhandeln, mit der zusammen es nun im Landtag eine Mehrheit gibt. Laut der Umfrage gäbe es diese Mehrheit bei einer Neuwahl jedoch nicht.
Die Daten im Überblick
- SPD: 25 Prozent (+1)
- AfD: 34 Prozent (+/-0)
- CDU: 13 Prozent (+/-0)
- Linke 8 Prozent (-1)
- BSW: 8 Prozent (-1)
- Grüne: 5 Prozent (+1)
- Sonstige: 7 Prozent (+4)
Bemerkenswert: In einer weiteren Frage des Insa-Instituts sprechen sich 68 Prozent der Befragten für eine Neuwahl aus. 29 Prozent sind dagegen, 3,3 Prozent ist es egal oder machte keine Angabe. Eine Mehrheit des Landtags hatte in der vergangenen Woche gegen eine Auflösung des Parlaments mit Neuwahl gestimmt. Auch Woidke hält eine Neuwahl für nicht sinnvoll, weil damit viel Zeit verlorenginge.
Eine SPD/CDU-Koalition, die in Planung ist, hält eine Mehrheit von 54 Prozent für eine schlechte Lösung. 36 Prozent bewerten sie als gut.
Bei der Frage, ob Ministerpräsident Woidke zurücktreten solle, zeigt sich ein eher ausgeglichenes Bild: 37 Prozent der Befragten befürworten das, 40 Prozent nicht, 15 Prozent ist es egal, der Rest wollte oder konnte dies nicht beantworten.
Für die Insa-Umfrage wurden zwischen dem 9. und 14. Januar insgesamt 1000 Wahlberechtigte online befragt. Die Fehlertoleranz beträgt 2,5 Prozentpunkte.
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