Knapp 6.000 Syrer haben bis Ende vergangenen Jahres einen Antrag auf finanzielle Unterstützung bei der Rückkehr in ihr Heimatland gestellt. Wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge dem Evangelischen Pressedienst mitteilte, gingen bis Ende Dezember 5.976 Anträge ein. 3.678 der Menschen seien bereits freiwillig aus Deutschland nach Syrien zurückgekehrt. Ende Oktober vergangenen Jahres lag die Zahl bei rund 2.900.

Seit dem Sturz des Machthabers Baschar al-Assad in Syrien im Dezember 2024 fördert das Bundesamt Ausreisen nach Syrien. Geld gibt es dabei für Reisekosten, eine Starthilfe und gegebenenfalls Kosten für medizinische Behandlungen.

Seit Längerem wird darüber diskutiert, ob und in welchem Ausmaß Syrer auch zur Rückkehr in ihr Heimatland gezwungen werden sollen. Kurz vor Weihnachten wurden erstmals wieder Straftäter in das Land abgeschoben.

Das Bundesamt hatte mit dem Sturz al-Assads Asylverfahren für Syrer ausgesetzt, sie aber für bestimmte Personengruppen inzwischen wieder aufgenommen. Nach Angaben des Bundesamts wurde im vergangenen Jahr über rund 25.300 Fälle entschieden, rund 9.600 endeten mit einer Ablehnung. Auch Anhörungen Asylsuchender finden den Angaben zufolge wieder statt, mit Ausnahme ethnischer und religiöser Minderheiten, deren Sicherheit unter den neuen Machthabenden infrage steht.

Zudem hat das Bundesamt nach eigenen Angaben in fast 17.800 Fällen geprüft, ob der Asylstatus widerrufen werden muss. Nur in einer Minderheit der Fälle - insgesamt rund 660 - wurde der Schutzstatus entzogen.

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