US-Vizepräsident J.D. Vance wird in diesem Jahr nicht an der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) teilnehmen. Das wurde WELT aus Kreisen der Konferenz bestätigt. Zuerst hatte das Portal „The Pioneer“ berichtet.
Noch vor einigen Tagen hatten Medien wie der Newsletter-Dienst „Table.Briefings“ berichtet, Vance werde Mitte Februar wieder zu der Konferenz für Sicherheitspolitik reisen. Dazu kommt es nun nicht. Über Gründe für die Absage ist nichts bekannt.
Die Münchner Sicherheitskonferenz ist das weltweit wichtigste Expertentreffen zur Sicherheitspolitik – sie findet dieses Jahr vom 13. bis 15. Februar im Münchner Hotel Bayerischer Hof statt.
„Bedrohung von innen“ – Vance-Rede schockte Europa
Vance war im vergangenen Jahr zu Gast und schockierte mit seiner Rede die versammelten Eliten.
Der US-Vizepräsident warf den europäischen Regierungen damals vor, Inhalte in sozialen Netzwerken zu zensieren und kritische Meinungen zu unterdrücken. „Die Bedrohung, die mir in Bezug auf Europa am meisten Sorgen bereitet, ist nicht Russland, nicht China“, sondern die Bedrohung „von innen“, so Vance 2025 in München. Begriffe wie „Fehlinformation“ und „Desinformation“ würden aus seiner Sicht genutzt, um Andersdenkende zum Schweigen zu bringen. Der US-Republikaner erklärte damals, dies müsse sich ändern, wenn das Verhältnis zu den USA gut bleiben solle. Mit Blick auf die europäischen Regierungen sagte er, wer Angst vor den eigenen Wählern habe, könne weder von den USA Unterstützung erwarten noch selbst ein verlässlicher Partner für das amerikanische Volk sein.
AfD darf dieses Jahr wieder zur Münchner Sicherheitskonferenz
Nach zwei Jahren Ausschluss dürfen 2026 wieder AfD-Fachpolitiker an der Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen. Die Einladungen wurden bereits vor Weihnachten an alle Bundestagsparteien verschickt, wobei vor allem Außen- und Sicherheitspolitiker berücksichtigt wurden. Die Entscheidung sei vom amtierenden Vorsitzenden Wolfgang Ischinger zusammen mit dem Stiftungsrat der Konferenz getroffen worden. Der Einladungsprozess sei noch nicht abgeschlossen, hieß es weiter. AfD-Chefin Alice Weidel etwa hat bislang keine Einladung erhalten.
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