Die Bundeswehr ist mit einem Erkundungsteam nach Grönland gestartet. Dazu flog ein Transportflugzeug vom Typ A400M mit Soldaten an Bord los, wie die Nachrichtenagentur dpa erfuhr. Die Soldaten sollen in die Hauptstadt Nuuk gebracht werden, legen aber noch einen Zwischenstopp ein. Das Verteidigungsministerium hatte am Vorabend angekündigt, es sollten 13 Soldaten geschickt werden.
„Ziel ist, die Rahmenbedingungen für mögliche militärische Beiträge zur Unterstützung Dänemarks bei der Gewährleistung der Sicherheit in der Region zu erkunden, beispielsweise für Fähigkeiten zur Seeraumüberwachung“, hatte das Verteidigungsministerium in Berlin mitgeteilt.
Deutschland und weitere europäische Länder treiben damit nach erfolglosen Krisengesprächen zwischen den USA, Dänemark und Grönland einen mehrtägigen militärischen Erkundungseinsatz auf der Arktisinsel voran. Das Gespräch in Washington zu dem Konflikt um die Arktisinsel war am Mittwoch ohne Lösung zu Ende gegangen.
Erste Soldaten der Nato-Staaten Frankreich und Dänemark sind bereits in der Nacht zum Donnerstag auf Grönland gelandet. Das berichtete die „Bild“-Zeitung, die wie WELT zum Axel-Springer-Verlag gehört.
Dem Bericht zufolge ist in der Nacht eine Hercules-Militärmaschine der dänischen Armee in Grönlands Hauptstadt Nuuk gelandet, die auch Offiziere und Soldaten aus Frankreich transportiert hatte. Eine zweite Maschine ist demnach auf einem dänischen Stützpunkt gelandet.
„Bild“ zufolge wird der Einsatz von Kopenhagen aus koordiniert und nicht über den Nato-Standort Brunssum in den Niederlanden. Die Stationierung der Soldaten sei über Tage vorbereitet, aber geheim gehalten worden, so die Zeitung weiter.
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