Die Polizei bereitet sich wegen mehrerer rivalisierender Demonstrationen der linken Szene in Leipzig auf einen Großeinsatz vor. Im Stadtteil Connewitz werden sich am Samstag den Demoaufrufen zufolge zwei Lager gegenüberstehen, die zum Nahost-Konflikt unterschiedliche Positionen vertreten.
Ein Bündnis um die antiisraelische Gruppierung Handala Leipzig ruft unter dem Motto „Antifa heißt free Palestine“ zur Versammlung am Connewitzer Kreuz auf. Der Demozug soll unter anderem am Büro der alteingesessenen Linken-Landtagsabgeordneten Juliane Nagel vorbeiführen.
Dagegen wendet sich eine Demonstration mit dem Motto „Antisemit*innen raus aus dem Viertel“. Zudem sind Solidaritätskundgebungen angekündigt, die für gegenseitigen Respekt und ein friedliches Miteinander werben. Eine von ihnen trägt den Titel: „All Connewitzer*innen Are Beautiful“.
Links gegen links – für Leipzig eine neue Situation
Die Polizei rechnet damit, dass es Störungen im Umfeld der Versammlungen geben könnte, insbesondere wenn die rivalisierenden Gruppierungen aufeinandertreffen. „Wenngleich wir in Leipzig demonstrationserfahren sind, ist die Konstellation am kommenden Samstag neu“, erklärte Polizeipräsident René Demmler.
Es gebe eine starke, auch überregionale Mobilisierung, die verschiedenen Lager stünden sich „konfrontativ“ gegenüber. Dies mache einen größeren Polizeieinsatz nötig.
Die Leipziger Polizei bekomme Unterstützung von der Bereitschaftspolizei, dem Landeskriminalamt und Kräften aus anderen Bundesländern. Ein Hubschrauber werde über der Stadt kreisen. Im Stadtteil Connewitz müssten sich Anwohner auf Verkehrseinschränkungen gefasst machen.
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