Nicolás Maduro hat eine ungewöhnliche Karriere hinter sich: Vom Busfahrer zum Präsidenten Venezuelas – und jetzt ist er in einem Gefängnis in New York gelandet. Der 63-Jährige begann seine politische Laufbahn in den 1980er-Jahren, nach einer Reise als junger Mann nach Kuba, wo er seine sozialistische Überzeugung festigte. Zurück in Caracas wurde er Gewerkschaftsführer, später Weggefährte von Hugo Chávez – dem damaligen Hoffnungsträger der Linken, der ab 1999 als Präsident Venezuela grundlegend veränderte.
Unter Chávez arbeitete sich Maduro beharrlich nach oben – erst war er Abgeordneter, dann Präsident der Nationalversammlung, schließlich Außenminister und Vizepräsident. 2013 ernannte ihn Chávez auf dem Sterbebett zu seinem Nachfolger. Maduro übernahm – und mit ihm begann eine jahrelange Krise in Venezuela: wirtschaftlicher Zusammenbruch, Millionen Menschen auf der Flucht, politische Repression.
Trotz internationaler Kritik ließ sich Maduro 2018 und erneut 2024 zum Präsidenten ausrufen – unter umstrittenen Umständen. Die Opposition war entweder ausgeschlossen oder im Exil, Wahlergebnisse wurden nicht transparent gemacht. Viele Länder erkannten seine Wahlen nicht an – die USA schon lange nicht mehr.
Was die USA ihm vorwerfen
Maduro steht jetzt wegen schwerer Vorwürfe in den USA vor Gericht. Bereits 2020 hatte Washington ihn angeklagt, nun wurde die Anklage ausgeweitet. US-Justizministerin Pam Bondi schrieb auf X, Maduro habe sich mit Drogenhändlern verbündet und geholfen, „Tausende Tonnen Kokain“ in die USA zu bringen. Der Vorwurf deshalb: „Drogenterrorismus“.
Neben ihm angeklagt sind seine Frau Cilia Flores, sein Sohn und enge Vertraute – darunter auch der ehemalige Innenminister und ein mutmaßlicher Anführer der Bande „Tren de Aragua“.
Die USA hatten eine Belohnung von 50 Millionen Dollar auf seine Festnahme ausgesetzt. Der Zugriff kam nun schneller als erwartet.
Stürmung des Präsidentenpalasts
In der Nacht zum Samstag startete das US-Militär die Operation „Absolute Resolve“. Ziele in Venezuela wurden bombardiert – darunter Militärbasen und Kommunikationsanlagen. Augenzeugen berichteten von Explosionen und Helikoptern über Caracas.
Spezialkräfte der Delta Force stürmten den Präsidentenpalast und nahmen Maduro und seine Ehefrau fest. Beide wurden auf ein US-Kriegsschiff gebracht und nach New York ausgeflogen. „Wir haben keine Angst vor Bodentruppen“, sagte US-Präsident Donald Trump. „Wir werden sicherstellen, dass dieses Land ordentlich regiert wird.“
Dem Einsatz gingen eine monatelange Planung und wiederholte Proben voraus. Geheimdienste (CIA, NSA) beobachteten Maduro und seine Gewohnheiten genau. Demnach wusste man über Maduros Essen, seine Kleider und auch Haustiere Bescheid. Auch das Wetter spielt eine Rolle: Laut Trump wird vier Tage auf das richtige Wetterfenster gewartet.
Am Samstagabend landete Maduro unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in New York. FBI-Agenten eskortierten ihn vom Flugzeug zum Hubschrauber, der ihn nach Manhattan brachte. Dort wartet nun das Metropolitan Detention Center in Brooklyn auf ihn – berüchtigt und gut gesichert. Der Prozess soll bereits am Montag beginnen.
Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez übernahm vorerst die Amtsgeschäfte und sprach von einer „Entführung“. Maduro sei weiterhin der „einzige Präsident Venezuelas“, sagte sie im Staatsfernsehen.
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