Die russische Armee ist im Osten der Ukraine weiter auf dem Vormarsch. Putins Truppen rücken von mehreren Seiten auf einen logistischen Knotenpunkt der Ukrainer zu. Nun meldet der ukrainische Präsident eine hohe Konzentration des Feindes.
Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj "bis zu 100.000" Soldaten im Osten der Ukraine zusammengezogen. Nahe der strategisch wichtigen Stadt Pokrowsk finde "eine Aufstockung und Konzentration des Feindes statt", sagte Selenskyj vor Journalisten in Kiew. "Sie bereiten in jedem Fall Offensivmaßnahmen vor", sagte Selenskyj. Die Lage in der Region Pokrowsk sei "derzeit am besorgniserregendsten", führt der ukrainische Präsident weiter aus. Zugleich betonte Selenskyj, die ukrainischen Streitkräfte würden die russischen Truppen aus der nordöstlichen Grenzregion Sumy verdrängen.
Die Stadt Pokrowsk, in der vor Kriegsbeginn rund 60.000 Menschen wohnten, ist ein wichtiger logistischer Knotenpunkt für die ukrainischen Streitkräfte. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 zählt die Region rund um die Stadt zu den am heftigsten umkämpften Gebieten in der Ukraine.
In den vergangenen Monaten waren russische Truppen von drei Seiten auf die Stadt Pokrowsk vorgerückt. Zuletzt befand sich die Armee laut ukrainischen Angaben weniger als fünf Kilometer von der Stadtgrenze entfernt.
Vor wenigen Tagen hatte Selenskyj bereits gewarnt, dass Moskau seine Truppen im von Russland besetzten Teil der südlichen Region Saporischschja für eine mögliche Offensive zusammenziehe. Auch der ukrainische Oberbefehlshaber General Oleksandr Syrskyi hatte bereits Ende Juni gemeldet, dass Russland insgesamt etwa 111.000 Mann in Richtung Pokrowsk konzentriert habe.
Den russischen Streitkräften war es in den vergangenen Monaten gelungen, weitere Gebiete in der Ukraine einzunehmen. Im Juli beschleunigte die russische Armee ihren Vormarsch in der Ukraine zum vierten Mal in Folge. Laut einer AFP-Auswertung von Daten des in den USA ansässigen Instituts für Kriegsstudien (ISW) hatten die russischen Streitkräfte lediglich im November 2024 größere Gebietsgewinne erreicht als nun im Juli.
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