Nach der Androhung der Anerkennung eines Palästinenserstaates erzürnt Großbritannien Israels Regierung erneut. Deren Vertreter werden nicht zu einer bekannten Rüstungsmesse in London eingeladen. Konzerne aus dem Land sind hingegen willkommen.

Angesichts der Intensivierung des Armeeeinsatzes im Gazastreifen hat Großbritannien israelische Regierungsvertreter von der britischen Rüstungsmesse DSEI ausgeschlossen. "Die Entscheidung der israelischen Regierung, ihren Armeeeinsatz im Gazastreifen zu intensivieren, ist falsch. Folglich können wir bestätigen, dass keine Delegation der israelischen Regierung zur DSEI UK 2025 eingeladen werden wird", hieß es in einer Erklärung des britischen Verteidigungsministeriums.

Das britische Verteidigungsministerium forderte eine "diplomatische Lösung" in dem Krieg im Gazastreifen, eine sofortige Waffenruhe, die Freilassung der Geiseln und die Lieferung humanitärer Hilfsgüter an die palästinensische Bevölkerung in dem Küstengebiet.

Israel reagierte empört auf den Ausschluss von der DSEI-Rüstungsmesse. "Diese Einschränkungen stellen einen bewussten und bedauerlichen Akt der Diskriminierung gegen Vertreter Israels dar", erklärte das israelische Verteidigungsministerium. Israel werde demzufolge keinen Pavillon auf der Messe einrichten. Rüstungskonzerne aus dem Land dürfen jedoch nach Angaben aus London weiterhin an der alle zwei Jahre stattfindenden Messe teilnehmen.

Großbritannien hatte zuletzt den Druck auf die israelische Regierung erhöht und etwa die Anerkennung eines palästinensischen Staates in Aussicht gestellt. Israels Außenministerium kritisierte den Vorstoß scharf. Dies sei eine "Belohnung für die Hamas", hieß es. Neben Großbritannien hatten auch Frankreich, Kanada und Australien eine Anerkennung von Palästina als Staat in Erwägung gezogen.

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